Aktie auf Talfahrt
Akzo Nobel erwartet weniger Gewinn

Nach einem Gewinneinbruch im vergangenen Jahr erwartet der niederländische Chemie- und Pharmakonzern Akzo Nobel auch für 2004 einen Gewinnrückgang. Der schwache Dollar und die starke Konkurrenz durch Gynerika drückten auf den Gewinn, teilte der Konzern am Dienstag mit.

HB AMSTERDAM/ARNHEIM. Die Investoren an der Börse reagierten enttäuscht auf den Ausblick und schickten die Akzo-Aktie auf Talfahrt. Dabei rückten besser als erwartet ausgefallene Ergebniszahlen zum vierten Quartal in den Hintergrund.

„Wir sind gut auf 2004 vorbereitet, das ein weiteres schwieriges Jahr wird“, erklärte Konzernchef Hans Wijers. Der Reingewinn vor Sonderposten werde unter dem Vorjahreswert erwartet. In der Prognose seien geplante Geschäftsverkäufe nicht berücksichtigt.

Wie viele europäische Unternehmen wird Akzo von der Euro-Aufwertung belastet, die zum einen die eigenen Produkte auf ausländischen Märkten teurer und damit weniger konkurrenzfähig macht und zum anderen den Euro-Wert ausländischer Währungen - vor allem des Dollar - schmälert. Den negativen Währungseffekt in diesem Jahr schätzte Wijers auf 100 Mill. Euro.

Der weltgrößte Hersteller von Malerfarbe wies für das vergangene Jahr einen Rückgang des Gewinns vor Restrukturierungsbelastungen um neun Prozent auf 811 Mill. Euro aus. Nach Einmalposten ergab sich unterm Strich sogar ein Einbruch von 26 Prozent auf 602 Mill. Euro. Analysten hatten den Überschuss 2003 im Schnitt mit rund 691 Mill. Euro erwartet. Der Umsatz lag knapp über 13 Mrd. Euro, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern bei 1,35 Mrd. Euro. Branchenexperten zufolge schnitt Akzo im vergangenen Jahr bei seinen operativen Ergebnissen besser als erwartet ab. Im Schlussquartal 2003 stieg der Betriebsgewinn um 40 Prozent auf 441 Mill. Euro und der Reingewinn um 52 Prozent auf 268 Mill. Euro.

Akzo-Aktien tendierten gegen Mittag 2,5 Prozent im Minus auf 31,80 Euro, nachdem sie im frühen Handel noch bis auf 33,54 Euro gestiegen waren. „Die Zahlen für das vierte Quartal heute Morgen waren besser, als viele vorausgesagt haben“, sagte Aktienhändler Florian van Laar von Eureffect. „Aber der Ausblick ist einfach schwächer als erwartet. Die Enttäuschung setzt sich im Markt jetzt durch.“

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