Aktie bricht ein
EADS erwartet keine Besserung

Obgleich der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS im vergangenen Jahr entgegen den Erwartungen einen kleinen Gewinn erwirtschaftet hat, sind die Anleger sauer: Der Airbus-Mutterkonzern kommt einfach nicht vom Fleck.

HB MÜNCHEN/FRANKFURT. Die Aktien von EADS gaben am Mittwochmorgen um 2,5 Prozent nach, um dann am frühen Nachmittag die Verluste bis auf 5,5 Prozent auszubauen. Am Morgen hatte EADS mitgeteilt, dass die Probleme bei der Tochter Airbus den Überschuss im vergangenen Jahr von 1,67 auf 99 Mill. Euro haben schrumpfen lassen. Alleine die Lieferverzögerungen beim Großraumflieger A380 und die daraus resultierenden Strafzahlungen an Kunden kosteten 2,5 Mrd. Euro. Analysten hatten im Vorfeld sogar mit einem Minus beim Konzernergebnis gerechnet. Die so gesehen guten Zahlen wurden jedoch durch den Ausblick überschattet.

Der französische EADS-Chef Louis Gallois rechnet in diesem Jahr kaum mit Fortschritten. Das operative Konzernergebnis werde sich voraussichtlich etwa auf Vorjahresniveau bewegen, sagte er am Freitag auf der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens in Oberschleißheim bei München. 2006 war der operative Gewinn vor Firmenwertabschreibungen und außerordentlichen Posten – bei EADS als Ebit ausgewiesen – von 2,85 Mrd. auf 399 Mill. Euro zurückgegangen.

„Ein nahezu unverändertes Ebit klingt nicht so gut“, sagte Analyst Winfried Becker von Sal. Oppenheim. „Da lagen die Erwartungen schon deutlich höher.“ Auch die Kollegen von der Hypo-Vereinsbank sprachen von einem enttäuschenden Ausblick.

Auch das Einzelergebnis von Airbus werde 2007 ungefähr auf der Höhe von 2006 liegen, hieß es vom Konzern. EADS hatte für die Tochter einen operativen Verlust von 572 Mill. Euro ausgewiesen – nach einem Gewinn von 2,3 Mrd. im Jahr 2005. Deshalb forderten die beiden EADS-Chefs Gallois und Thomas Enders, das Airbus-Sanierungsprogramm wie geplant umzusetzen.

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