Aktie bricht ein
IWKA will weitere Randaktivitäten verkaufen

Der Karlsruher Anlagenbauer IWKA wil in den kommenden Jahren durch den weiteren Verkauf von Randaktivitäten und höhere Effizienz seine Ertragskraft steigern. Ein verbessertes Ergebnis - dass für 2005 anvisiert wurde - erteilte der Konzern durch gesunkene Auftragseingänge aus der Automobilindustrie vorab eine Absage.

HB KARLSRUHE.Die Kapitalrendite (Verzinsung des eingesetzten Kapitals, ROCE) vor Steuern solle mittelfristig auf 18 % von 15,2 % im vergangenen Jahr steigen, teilte das Karlsruher Unternehmen am Montag im Geschäftsbericht für 2004 mit. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) solle mittelfristig sechs Prozent des Umsatzes ausmachen; 2004 waren es 4,76 %. Einen konkreten Zeitpunkt zur Erreichung der Zielmarken nannte IWKA nicht, im November hatte Vorstandschef Hans Fahr die sechs Prozent Ebit-Rendite für 2006 anvisiert.

Die ursprünglich für das laufende Jahr geplante verbesserte Ergebnisqualität werde durch einen gesunkenen Auftragseingang aus der Automobilindustrie im ersten Quartal 2005 verhindert, hatte IWKA am Freitag gewarnt. Diese Gewinnwarnung löste am Montag einen Kurssturz der im Nebenwerte-Index MDax notierten Aktie um rund acht zehn Prozent auf 18,10 Euro aus. „Das ist eine saftige Enttäuschung“, sagte ein Händler. „Niemand will eine Aktie habe, die sich ausgerechnet in diesem Augenblick mit schlechten Nachrichten zum Verkauf empfiehlt.“

2004 hat das als Automobilzulieferer sowie in der Roboter- und Verpackungstechnik tätige Unternehmen bei einem konstanten Umsatz von 2,34 Mrd. Euro den Jahresüberschuss um sieben Prozent auf 48,8 Mill. Euro gesteigert. Operativ verdiente der Konzern nach dem internationalen Bilanzierungsstandard IFRS 111,9 Mill. Euro nach 107 Mill. 2003.

Nach IFRS sind die Kapitalrendite, das operative Ergebnis (Ebit) und der Jahresüberschuss 2004 höher als nach dem HGB, da nach der internationalen Bilanzierungsmethode unter anderem ergebnisbelastende Abschreibungen auf Firmenwerte wegfallen. Als Dividende sollen wie seit mehr als fünf Jahren 66 Cent je Aktie an die Anteilseigner gezahlt werden.

Details zum bereits gestarteten Effizienzsteigerungsprogramm nannte das Unternehmen zunächst nicht. Fortgesetzt werden soll der Verkauf von Firmen aus dem ehemaligen Geschäftsbereich Prozesstechnik, wodurch sich der Umsatz verringern wird. Mit der hochprofitablen, bisher aber nur auf die Automobilindustrie ausgerichteten Robotertechnik will IWKA in andere Branchen vorstoßen. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung sollen in diesem Jahr um zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 59,3 Mill. Euro steigen.

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