Aktie büßte ein
BMS verfehlt Erwartungen

Mit seiner Gewinnsteigerung im dritten Quartal und der neuen Jahresprognose hat der US-Pharmakonzern Bristol-Myers Squibb (BMS) die Erwartungen der Wall Street verfehlt. Die Ankündigung, möglicherweise die Entwicklung eines neuen Diabetes-Medikamentes zu stoppen, ließ die Aktie fallen.

HB NEW YORK. Die Aktie büßte im Börsenhandel daraufhin 3,65 Prozent auf 20,88 Dollar ein. Der Gewinn aus dem Geschäft sei im dritten Quartal auf 964 Millionen Dollar oder 49 Cent je Aktie gestiegen, teilte der in New York ansässige Pharmariese am Freitag mit. Im Vorjahresquartal waren es 755 Millionen Dollar oder 38 Cent je Aktie.

Zu der Gewinnsteigerung trugen Einnahmen aus dem Verkauf einer Sparte für freiverkäufliche Arzneimittel bei, der mit 569 Millionen Dollar zu Buche schlug. Ohne solche Sonderposten waren es allerdings nur 31 Cent Gewinn je Aktie, was zwei Cent unter den Schätzungen der Analysten blieb.

Für das Gesamtjahr erwartet Bristol-Myers nun aus dem fortgeführten Geschäft ohne Sonderposten einen Gewinn je Aktie in der Mitte der bisherigen Prognosespanne von 1,35 bis 1,45 Dollar. Dies liegt unter den Schätzungen der Analysten, die im Schnitt zuletzt 1,44 Dollar erwarteten.

Bristol-Myers erreichte im dritten Quartal beim Umsatz aus dem fortgeführten Geschäft lediglich das Niveau des Vorjahreszeitraums von 4,8 Milliarden Dollar. Ohne den Einfluss des schwachen Dollar - dies erhöht den Wert der Auslandserlöse bei Umrechnung - wären die Umsätze sogar um ein Prozent gesunken, wie der Konzern mitteilte. Die Erlöse mit verschreibungspflichtigen Medikamenten gaben um zwei Prozent auf 3,8 Milliarden Dollar nach.

In den USA gingen die Medikamentenumsätze um drei Prozent zurück, wobei vor allem der Wettbewerb durch kostengünstige Kopien für das Krebsmittel Paraplatin und für das Aidsmedikament Videx belastete. Auch mit dem Cholesterinsenker Pravachol sanken die Erlöse. Umsatzzuwächse von neun Prozent verzeichnete dagegen das Top-Medikament des Konzerns, der Blutverdünnner Plavix. Das Aids-Präparat Reyataz kam gar auf einen Umsatzsprung von 66 Prozent.

Schon am Vortag hatte Bristol-Myers mitgeteilt, die Entwicklung des Diabetesmittels Pargluva möglicherweise einzustellen. BMS arbeitet bei dem Präparat mit dem US-Wettbewerber Merck & Cozusammen. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hatte mitgeteilt, sie werde ohne zusätzliche Daten zur Herzkreislauf-Sicherheit das Medikament nicht zulassen.

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