Aktie des Pharmakonzerns steigt
Schering-Plough schreibt wieder schwarze Zahlen

Schering-Plough hat im ersten Quartal 2005 wieder Gewinne verbucht. Im Vorjahreszeitraum wies der US-Pharmakonzern noch einen Verlust aus.

HB NEW YORK. Die Geschäfte mit zwei neuen Cholesterinsenkern konnten schwache Umsätze mit Hepatitis-C-Medikamenten mehr als ausgleichen. Die Schering-Plough-Aktie legte an der Wall Street daraufhin mehr fünf Prozent auf 21 Dollar zu.

Unter dem Strich sei im Quartal ein Gewinn von 105 Mill. Dollar verbucht worden nach einem Verlust von 73 Mill. Dollar vor Jahresfrist, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Pro Aktie erwirtschaftete der in Kenilworth im Bundesstaat New Jersey ansässigen Konzern einen Gewinn von sieben Cent nach einem Verlust von fünf Cent im entsprechenden Vorjahresquartal. "Aus den schwierigen Herausforderungen, vor denen wir standen, gehen wir gestärkt hervor", kommentierte Konzernchef Fred Hassan das Zahlenwerk.

Das Quartal enthielt nach Unternehmensangaben Sonderkosten von 27 Mill. Dollar oder zwei Cent je Aktie für Abfindungen von Mitarbeitern. Ohne Sonderposten stand ein Gewinn je Aktie von neun Cent in den Büchern. Analysten hatten ohne Sonderposten im Schnitt lediglich einen Gewinn von zwei Cent je Aktie erwartet.

Der Konzernumsatz nahm deutlich um 21 % auf 2,4 Mrd. Dollar zu. Stark zum Erlöswachstum habe die Vertriebspartnerschaft mit Bayer beigetragen, hieß es. Schering-Plough vertreibt inzwischen die Bayer-Antibiotika Avelox und Cipro in den USA. Ohne die Effekte des schwachen Dollar, was den Wert der Auslandsumsätze nach Umrechnung in Dollar erhöht, sei der Konzernumsatz um 17 % gestiegen.

Zwei neue Cholesterinsenker, Vytorin und Zetia, die der Konzern im Rahmen eines Joint Ventures mit Merck & Co verkauft, brachten es zusammen auf einen mehr als verdoppelten weltweiten Umsatz von 505 Mill. Dollar. Dies ist einer der Hauptgründe dafür, dass Schering-Plough in die Gewinnzone zurückgekehrt ist. Mit dem lukrativen Arthritis-Mittel Remicade konnte Schering-Plough trotz harter Konkurrenz durch die US-Firma Amgen die Erlöse um 33 % auf 220 Mill. Dollar steigern.

Der Konzern hatte zuletzt mit Herstellungsproblemen zu kämpfen. Dazu kam der Verlust des Patentschutzes bei dem Allergiemittel Claritin sowie die Konkurrenz mit dem Schweizer Roche-Konzern und Generikaanbietern bei Hepatitis-Medikamenten. Die zwei wichtigsten Hepatitis-C-Arzneien, Peg-Intron und Rebetol, verzeichneten zusammen Umsatzeinbußen von sechs Prozent auf 234 Mill. Dollar.

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