Aktie gefallen
Gerry Weber reduziert die Prognosen

Der Modekonzern Gerry Weber sieht für das kommende Jahr wieder leichte Wachstumschancen. Aufgrund der aktuellen Umsatz- und Ergebnisrückgänge nahm das Unternehmen die Prognosen für das laufende Geschäftsjahr zurück.

HB DÜSSELDORF. Von der anhaltenden Konsumflaute scheint das Unternehmen nicht so schwer getroffen zu sein, wie die Verluste schreibende Escada. Der Luxusmodehersteller teilte am Freitag mit, für das Gesamtjahr werde ein zweistelliger Millionenverlust erwartet.

Der Gerry-Weber-Vorstand erwarte für das laufende Geschäftsjahr (zum 31. Oktober) nun einen Umsatz zwischen 350 und 360 Mill. € und ein Betriebsergebnis von 25 bis 26 Mill. €, teilte der im westfälischen Halle ansässige Konzern am Freitag mit. Ursprünglich hatte Gerry Weber wegen der Konjunkturflaute und der Einstellung der Exklusiv-Marke „Yomanis“ einen Umsatzrückgang um acht Prozent auf etwa 365 Mill. € und ein Betriebsergebnis von 28 (Vorjahr 35,7) Mill. € erwartet.

Für das kommende Jahr zeigte sich das zu den führenden Herstellern von Damenoberbekleidung im mittleren Preissegment gehörende Unternehmen zuversichtlich, nach Abschluss der Restrukturierungen und durch neue Modelinien wieder zu wachsen. Die Aktie gab im Tagesverlauf dennoch deutlich nach.

Der gemessen am Umsatz doppelt so große Damenmodekonzern Escada erwartet indes aufgrund der Konsumflaute, Währungseffekten und Abwertungen auf Beteiligungen einen Fehlbetrag im mittleren zweistelligen Bereich. Der Konzern kündigte den Abbau von einem Fünftel der Belegschaft und die Schließung von Läden an.

Die Restrukturierungen, die im ersten Quartal des kommenden Geschäftsjahres abgeschlossen sein sollen, die neuen Linien G.W. by Gerry Weber und Gerry Weber Sport sowie die Expansion im Shop- und Storebereich würden Gerry Weber im kommenden Jahr zur alten Wachstumsstärke verhelfen, teilte das im SDax notierte Unternehmen weiter mit. Darüber hinaus entwickelten sich die Auftragseingänge für die Frühjahr- und Sommerkollektion 2004 „gegen den Markttrend recht positiv“ und erreichten für das erste und zweite Programm bislang mit 146,1 Mill. € das Vorjahresniveau. Die dritten und vierten Programme der Kollektionen würden erst im November beziehungsweise Januar präsentiert, so dass die endgültige Auftragshöhe der Frühjahr/Sommersaison Anfang 2004 vorliegen werde.

In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres sank der Umsatz von Gerry Weber auf 249,2 (274,5) Mill. €. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) ging auf 14,5 (19,5) Mill. € zurück, der Überschuss auf 7,5 (10,7) Mill. €. Die Gerry-Weber-Aktie fiel im Tagesverlauf um mehr als sechs Prozent auf 5,85 €. Die ebenfalls im SDax notierte Escada-Papiere gaben um um knapp sechs Prozent auf 8,20 € nach.

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