Aktie gewinnt
Siemens darf Sperrminorität an Power Machines übernehmen

Die russische Kartellbehörde hat dem Münchener Siemens-Konzern die Aufstockung seines Anteils an dem russischen Turbinenhersteller Power Machines auf eine Sperrminorität genehmigt.

HB MOSKAU. „Die Kartellbehörde hat dem Kauf von weiteren 20,62 Prozent der Anteile an Power Machines letzte Nacht zugestimmt“, sagte eine Sprecherin der Behörde am Freitag. Da Siemens bereits 4,38 Prozent an dem Turbinenhersteller hält, stockt der Konzern seinen Anteil damit auf 25 Prozent plus eine Aktie auf. Die zusätzlichen Aktien für Siemens stammen aus dem Besitz des früheren Mehrheitsaktionärs von Power Machines, Interros.

Ein Siemens-Sprecher wollte sich zu den Angaben noch nicht äußern: „Uns liegt die Stellungnahme noch nicht vor“, sagte er.

Im Frühjahr war Siemens am Widerstand der russischen Kartellwächter mit der Absicht gescheitert, die Mehrheit bei dem Turbinenhersteller zu übernehmen. Die Behörde hatte ihre Ablehnung mit Sicherheitsbedenken begründet.

Power Machines fertigt auch für die Rüstungsindustrie - etwa Teile für Atom-U-Boote. Das russische Industrie- und Energieministerium hatte Siemens aber seine Unterstützung für die Übernahme eines Anteils von 25 Prozent plus einer Aktie zugesagt.

An der Börse gewannen Siemens-Aktien gut ein Prozent auf 71,99 Euro.

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