Aktie gibt deutlich nach
Schering bangt um Umsatzbringer

Schering will seinen "starken Patentschutz" für das Verhütungsmittel Yasmin "mit allen entsprechenden Maßnahmen" verteidigen. Das sagte ein Unternehmenssprecher zur Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires und reagierte damit auf einen Zulassungsantrag für ein Generikum von Yasmin, den die US-Gesundheitsbehörde FDA auf ihrer Homepage veröffentlicht hat.

HB DÜSSELDORF. Welches Unternehmen diesen Antrag gestellt hat, blieb vorerst unklar. Schering sei offiziell nicht über den Zulassungsantrag benachrichtigt worden, sagte der Sprecher weiter. Der Dax-Konzern hat mit Yasmin im vergangenen Jahr einen Umsatz von 429 Millionen Euro verbucht.

Ein so genanntes Formulierungspatent für das Medikament ist laut Schering noch bis zum Jahr 2020 gültig. Yasmin war im vergangenen Jahr mit einem Umsatz von 429 Millionen Euro das zweitgrößte Medikament des Berliner Konzerns. Im Vergleich zum Vorjahr war dies ein Plus von 48 Prozent.

Schering-Aktien büßten am Morgen rund 2,4 Prozent an Wert ein. „Das dürfte die Aktie heute zu Börseneröffnung belasten, zumal es das perfekte Argument ist, die starken Gewinne von gestern wieder einzustreichen“, sagte ein Händler.

Analyst Martin Possienke von Equinet sagte zu dem Generikumsantrag: „Das wäre eine Bedrohung für Schering, da die Yasmin-Familie das Potenzial hat, zum Hauptumsatzbringer von Schering zu avancieren.“ Die Einführung eines Yasmin-Generikums werde aber sicher noch einige Jahre auf sich warten lassen. Schering werde sicher versuchen, dagegen gerichtlich vorzugehen, ergänzte er.

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