Aktie gibt leicht nach
Gaz de France meldet Umsatzrückgang

Der französische Versorger Gaz de France (GDF) hat im ersten Quartal einen überraschend großen Umsatzrückgang verzeichnet.

HB PARIS. Die Erlöse seien gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 11,5 Prozent auf 9,053 Mrd. Euro gefallen, teilte das Unternehmen am Montag mit. Demnach war der extrem warme Winter in Europa für den Rückgang verantwortlich. Die Schätzungen der Analysten hatten von 9,1 Mrd. bis 9,63 Mrd. Euro gereicht.

GDF-Aktien verloren um 0,69 Prozent in einem schwachen Umfeld.

Für das Gesamtjahr bestätigte GDF seine Prognose. „2007 wird ein Jahr der Konsolidierung sein, und das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen sollte in gleicher Höhe wie das von 2006 sein“, erklärte der Konzern.

Das Unternehmen hätte seine Geschäftszahlen eigentlich am Dienstag veröffentlichen sollen. Doch nachdem eine Zeitung die Daten schon am Montag gebracht hatte, zog GDF die offizielle Veröffentlichung vor.

Der staatlich kontrollierte Energiekonzern soll nach den Plänen der amtierenden konservativen Regierung Frankreichs privatisiert und dann mit dem Konkurrenten Suez verschmolzen werden. Ministerpräsident Dominique de Villepin hatte dies im vergangenen Jahr angestoßen, um eine Übernahme von Suez durch Italiens Enel zu verhindern. Ein französisches Gericht hat den Abschluss des Geschäfts jedoch verschoben, bis die europäischen Energiemärkte vollständig liberalisiert sind. Damit hängt die Fusion unter anderem von der französischen Parlamentswahl im Juni ab.

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