Aktie gibt nach
Siemens erwartet langsameres Wachstum

Der Technologiekonzern hat im zweiten Quartal seines Geschäftsjahr deutlich mehr verdient als erwartet. Doch Analysten sind von der Entwicklung der Sorgenkinder SBS und Kommunikationssparte Com enttäuscht. Der milliardenschwere Zukauf in der Medizintechniksparte wird positiv bewertet.

HB MÜNCHEN. Der Technologiekonzern hat im zweiten Quartal seines Geschäftsjahr deutlich mehr verdient als erwartet. Für die zweite Hälfte des Geschäftsjahres 2005/06 (per Ende September) rechnet das Unternehmen allerdings mit einem langsameren Wachstum. In der Sparte Medizintechnik verstärken sich die Münchner mit der milliardenschweren Übernahme eines US-Labordiagnostik-Spezialisten.

Die Siemens-Aktie gab am Donnerstagvormittag gut zwei Prozent auf 77,99 Euro nach. „Der Markt hat einfach mehr erwartet, und viele haben im Vorhinein in Erwartung besserer Nachrichten gekauft“, sagte ein Händler.

Das Ergebnis nach Steuern habe im Zeitraum von Januar bis März im Vergleich zum Vorjahresquartal um 14 Prozent auf 887 Millionen Euro zugelegt, teilte Siemens mit. Analysten hatten im Durchschnitt mit 793 Millionen Euro gerechnet. Das Wachstum des ersten Halbjahres werde sich in den verbleibenden beiden Quartalen des Geschäftsjahres verlangsamen, kündigte das Unternehmen an. Weitere Restrukturierungen bei den Sorgensparten SBS und Com würden dann zu weiteren Belastungen führen, teilte Siemens mit. Bei Com werde es zu weiteren Stellenstreichungen in „signifikantem“ Ausmaß kommen, sagte ein Siemens-Sprecher. Die Umbaukosten für die beiden Segmente hätten sich im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 178 Millionen Euro verdoppelt. Wie im Vorquartal verfehlten fünf der elf Sparten die Vorgaben, die sie bis spätestens April 2007 erfüllen sollen.

Wie bereits im Vorquartal wuchs der Auftragseingang des Konzerns im zweiten Geschäftsquartal deutlich, und zwar um gut ein Fünftel auf 24,4 Milliarden Euro. Der Umsatz legte in der gleichen Größenordnung auf 21,5 Milliarden Euro zu. Das operative Ergebnis der Bereiche kletterte um acht Prozent auf 1,3 Milliarden Euro.

Seite 1:

Siemens erwartet langsameres Wachstum

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%