Aktie im Plus
IWKA ist schuldenfrei

Der Anlagenbauer IWKA hat sich fast komplett von seinen Schulden befreit. Grund für diese komfortable Lage ist der Verkauf der großen Geschäftssparten Verpackungstechnik. Damit ist der Verkauf, um den lange gestritten wurde, doch noch zu einem guten Ende gekommen.

HB STUTTGART. Der Anlagenbauer IWKA hat den lange umstrittenen Verkauf seiner großen Geschäftssparte Verpackungstechnik abgeschlossen und sich damit weitgehend von seinen Schulden befreit. Durch den Verkauf des profitablen Geschäftsbereichs an Fonds der Beteiligungsgesellschaft Odewald & Compagnie seien IWKA mehr als 195 Mill. Euro zugeflossen, teilte das im Nebenwerteindex gelistete Unternehmen am Freitag am neuen Unternehmenssitz in Augsburg mit.

„Unter Berücksichtigung der vorhandenen Liquidität ist der Konzern damit praktisch schuldenfrei“, sagte der seit Jahresbeginn amtierende Vorstandschef Gerhard Wiedemann. Die Eigenkapitalquote sei damit gestärkt worden und und liege nun bei mehr als 20 Prozent. „Damit weise IWKA „solide Finanzstrukturen“ aus. Die IWKA-Aktien legten zwischenzeitlich mit plus 3,4 Prozent auf 23,40 Euro deutlich stärker als Markt zu.

Die mit einem Buchgewinn verkaufte Sparte Verpackungstechnik sorgte lange Jahre für heftige Auseinandersetzungen der Unternehmensleitung mit dem kritischen US-Großaktionär Guy Wyser-Pratte und kostete zwei Vorstandschefs das Amt. Erst der in der Automobil- und Robotertechnik großgewordene neue Vorstandschef Wiedemann trennte sich von der rund zwei Dutzend Firmen umfassenden Sparte. Dadurch schrumpft der von Karlsruhe nach Augsburg umziehende IWKA-Konzern auf die Geschäftsbereiche Roboter- und Automobiltechnik mit dem Roboterhersteller Kuka im Zentrum. Auf der Hauptversammlung Mitte Mai soll der Firmenname in Kuka AG umgewandelt werden.

2006 hatte IWKA bei einem Umsatz von 1,57 Mrd. Euro im fortzuführenden Geschäft ein Minus von 69,4 Mill. Euro verbucht. Beim Verkauf von mehreren, zum Teil verlustreichen Firmengruppen hatte IWKA Buchverluste wegstecken müssen. In diesem Jahr soll nach Steuern ein Gewinn ausgewiesen werden, womit nach zwei dividendenlosen Geschäftsjahren wieder eine Ausschüttung in greifbare Nähe rücken würde.

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