Aktie knickt ein
Merck-Mittel fällt bei EU-Behörde erneut durch

Die europäische Arzneimittelbehörde spricht sich weiter gegen eine Zulassung das Merck-Medikaments Erbitux zur Lungenkrebsbehandlung aus. Erbitux ist eines der Schlüsselmedikamente von Merck. Die Anleger reagierten empfindlich.
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HB FRANKFURT. Das wissenschaftliche Komitee der EU-Behörde habe Erbitux zum Einsatz gegen nicht-kleinzelligen Lungenkrebs erneut abgelehnt, teilte der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern am Donnerstag mit. Damit reagierten die Experten auf einen Einspruch von Merck gegen eine frühere ablehnende Entscheidung.

Etwa 80 Prozent aller Fälle von Lungenkrebs sind nicht-kleinzellig. Merck hatte 2008 für das Präparat in Europa die Zulassung zur Behandlung dieser Krebsart beantragt. An der Börse kam die Nachricht nicht gut an: Die im Leitindex Dax notierte Merck-Aktie lag nach der Mitteilung zeitweilig mehr als drei Prozent im Minus.

Einem Konzernsprecher zufolge will Merck die Entwicklung von Erbitux zur Lungenkrebstherapie in Europa zunächst nicht weiterverfolgen. Andere klinische Programme zu dem Medikament will der Konzern aber fortsetzen. Dazu gehört der Einsatz von Erbitux gegen Magenkrebs und zur Behandlung von Darmkrebs nach einer Operation.

Erbitux ist eines der Schlüsselmedikamente von Merck. Das Mittel ist bereits zur Behandlung Kopf-Hals-Tumoren und Darmkrebs zugelassen. 2008 setzte Merck mit Erbitux 565 Mio. Euro um.

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