Aktie legt nachbörslich zu
Alcoa steigert Gewinn überraschend

Der weltgrößte Aluminiumkonzern Alcoa hat deutlich höheren Energiekosten getrotzt und zum Auftakt der US-Berichtsaison mit einem leichten Gewinnsprung die Markterwartungen sowie die eigene Prognose leicht übertroffen.

HB NEW YORK. Der Nettogewinn sei gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund zwei Prozent auf 289 Mill. Dollar gestiegen, teilte das US-Unternehmen am Montag nach US-Börsenschluss mit. Das entspricht 33 Cent je Aktie und lag damit über den Erwartungen.Analysten hatten ihre Schätzung auf durchschnittlich 29 Cent gesenkt, nachdem Alcoa selbst im September wegen der gesunkenen Aluminiumpreisen, der hohen Energiekosten sowie einer Schwäche im europäischen Automobilsektor einen niedrigeren Gewinn in Aussicht gestellt hatte. Der Umsatz stieg um 13 % auf 6,57 Mrd. Dollar. Hier hatten Experten mit einem etwas stärkeren Anstieg gerechnet.

Der Konzern teilte nun mit, bislang seien die Energiekosten in diesem Jahr um 578 Mill. Dollar gestiegen. Die durch den Hurrikan „Katrina“ verursachten Kosten würden dabei erst im vierten Quartal durchschlagen.

Vor diesem Hintergrund bewerteten Branchenexperten die Zahlen positiv. „Es sieht so aus, als ob sie die negativen Auswirkungen durch höhere Gas- und Ölpreise ausgleichen konnten“, sagte Lloyd O'Carroll von BB&T Capital Markets. Alcoa wies auf sein aggressives Kostensenkungsprogramm. Im abgelaufenen Quartal hätten 1400 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen, sagte Konzernchef Alain Belda.

Alcoa-Aktien stiegen nachbörslich im elektronischen Handel um 2,6 % auf 23,25 Dollar, nachdem sie in der regulären Sitzung noch auf den tiefsten Stand seit Mai 2003 gefallen waren.

Die stark gestiegenen Energiekosten sowie niedrigere Aluminium-Preise konnten durch das Produktivitätsprogramm nicht kompensiert werden, sagte Alcoa-Chef Alain Belda und begründete damit das im Vergleich zum Umsatzanstieg verhaltene Gewinnplus.

Alcoa hatte im Juni die zweite Stufe des Restruktueriungsplans bekannt gegeben. Demnach sollen bis Mitte 2006 insgesamt rund 8 100 der weltweit 131 000 Stellen gestrichen werden. Die jährliche Kostenbasis solle demnach um rund 200 Mill. Dollar gedrückt werden. Bis Ende September seien mehr als 1 400 Stellen abgebaut worden.

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