Aktie legt zu
Drägerwerk erntet Lob von Analysten

Der Lübecker Medizin- und Sicherheitstechnik-Anbieter Drägerwerk hat dank eines deutlich anziehenden Amerika-Geschäfts den Gewinn im zweiten Quartal gesteigert und seine Ertragsziele für 2005 bekräftigt.

HB HAMBURG. Unter dem Strich habe sich der Nettogewinn von April bis Juni um 14 % auf 13 Mill. € erhöht, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen (Ebit) und Einmalaufwendungen stieg um 9,2 % auf 29,6 Mill. €. Nach stagnierenden Gewinnen im ersten Quartal schraubte Drägerwerk das Ebit nach sechs Monaten um sechs Prozent auf 47,6 Mill. €. Der Umsatz kletterte um zehn Prozent auf rund 740 Mill. €.

Damit sieht sich Drägerwerk auf Kurs, die Ziele in diesem Jahr zu erreichen. Der Umsatz soll um fünf bis sieben Prozent steigen und der Reingewinn um bis zu zehn Prozent zunehmen. Zur Jahresmitte habe der Auftragseingang bereits etwa die Hälfte des erhofften Jahresniveaus erreicht. „Im zweiten Halbjahr erwarten wir weiteres gutes Wachstum“, sagte ein Unternehmenssprecher. Im vierten Quartal erwirtschaftet Dräger bis zu 30 % seines Jahresumsatzes.

Die Drägerwerk-Vorzugsaktie führte mit einem Plus von zwei Prozent auf 48,90 € die Gewinnerliste im Technologieindex TecDax an.

Analysten lobten die Halbzeitbilanz. „Die Strategie von Drägerwerk geht auf“, sagte Alexander Burger von der Landesbank Baden-Württemberg. Es sei dem Unternehmen gelungen, den Vertrieb im davor schwächelnden Amerika-Geschäft in Schwung zu bringen, Nun könnten dort erste Früchte geerntet werden. Mit einer Zunahme um knapp ein Viertel auf rund 150 Mill. € sei der Umsatzzuwachs in der Region Amerika im ersten Halbjahr besonders deutlich ausgefallen, teilte Drägerwerk mit. Getrieben wurde der Anstieg durch die Medizintechnik-Sparte, die vom Projektgeschäft in Mittel- und Südamerika profitierte. In den USA sei der Umsatz nur leicht gestiegen, der Auftragseingang habe dort aber um 26 % zugenommen. Drägerwerk hatte in vergangenen Quartalen stark in den Aufbau eines Vertriebs in den USA investiert.

In Europa (ohne Deutschland) seien beide Geschäftsbereiche gleichermaßen gewachsen, teilte Drägerwerk mit. Dagegen war der Umsatz in Deutschland rückläufig. Im Inland verbuchte die Sparte Medical einen Umsatzrückgang um neun Prozent auf 113 Mill. €, die Erlöse der Sparte Sicherheitstechnik verbesserten sich um ein Drittel auf 68,4 Mill. €.

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