Aktie notiert 1 Prozent im Minus
VW sieht in China Felle schwimmen

Der Volkswagen-Konzern hat im August in China einen leichten Absatzrückgang verbucht. Der Autokonzern ist dort zwar Marktführer, büßte in dem schärfer werdenden Wettbewerb aber zuletzt Marktanteile ein. Dabei schnitten die beiden Gemeinschaftsunternehmen auf dem für VW wichtigsten Auslandsmarkt unterschiedlich ab.

HB WOLFSBURG. Während das Joint Venture in Schanghai im vergangenen Monat einen Rückgang um 7,1 Prozent hinnehmen musste, hätten die Verkäufe des Gemeinschaftsunternehmens in Changchun zum Juli um gut 5 Prozent zugenommen, sagte ein Unternehmenssprecher am Donnerstag in Wolfsburg. VW widersprach damit Aussagen aus chinesischen Unternehmenskreisen, wonach der Absatz von beiden Gemeinschaftsunternehmen zusammen im August um fast ein Fünftel eingebrochen sein soll. Zuvor hatte VW einen Absatzeinbruch für August in den USA um mehr als 20 Prozent bekannt gegeben. Die im deutschen Aktienindex notierte VW-Aktie notierte am Nachmittag in einem stabilen Umfeld gut ein Prozent im Minus bei 31,48 Euro.

Der VW-Sprecher ergänzte, beide Gemeinschaftsunternehmen in China hätten ihre Position als erst- beziehungsweise zweitplatzierte behauptet. Volkswagen ist Marktführer in China, hat in dem schärfer werdenden Wettbewerb aber zuletzt Marktanteile eingebüßt. Im ersten Halbjahr hatten sich die Verkaufszahlen von VW in dem Wachstumsmarkt auf 310 657 Einheiten erstmals um 4,2 Prozent verringert. Als Grund gab der Wolfsburger Konzern damals einen zunehmenden Wettbewerbsdruck sowie massiv steigende Kaufanreize anderer Hersteller an.

Volkswagen rechnet nach früheren Angaben für 2004 nicht damit, sein Ergebnis aus dem Vorjahr in China wiederholen zu können. Im ersten Halbjahr war der operative Gewinn in dem Land auf 251 Millionen Euro von 361 Millionen zurückgegangen. Im laufenden Jahr will Volkswagen zwischen 700 000 und 800 000 Fahrzeuge in China absetzen. 2003 waren es knapp 700 000. Europas größter Autobauer hatte wegen der schleppenden Autokonjunktur im Inland und eines insgesamt schwachen ersten Halbjahres seine Gewinnprognose für 2004 gesenkt. Statt eines ursprünglich angepeilten operativen Ergebnisses vor Sondereinflüssen von 2,5 Milliarden Euro erwartet der Konzern nur noch 1,9 Milliarden Euro.

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