Aktie rutscht ab
Zapf-Anschlussfinanzierung wackelt

Der angeschlagene Puppenhersteller Zapf Creation hat eine langfristige Anschlussfinanzierung noch immer nicht unter Dach und Fach. Nachdem die Verhandlungen zwischen dem Bankenkonsortium und Aktionären unterbrochen worden sind, geht die Aktie an der Börse auf Tauchstation.

HB RÖDENTAL. Das Bankenkonsortium und wesentliche Aktionäre des Unternehmens hätten sich bisher noch nicht einigen können, teilte Zapf in Rödental mit. Aktien von Zapf Creation rutschten daraufhin am Mittwoch um 3,27 Prozent auf 5,32 Euro ab. „Das riecht nach größeren Problemen für Zapf“, sagte ein Händler.

Die Aktionäre seien angesichts der Finanzierungskonditionen der Banken nicht bereit, die geforderten Beiträge für eine Kapitalerhöhung zu leisten, teilte das Unternehmen mit. Die Einigung sei laut Zapf aber erforderlich. Das Finanzierungskonzept sehe neben dem neuen Konsortialkredit eine Kapitalerhöhung vor, die von den wesentlichen Aktionären garantiert werden soll.

Der Vorstand arbeite intensiv an einer kurzfristigen Einigung zwischen den Beteiligten. Parallel dazu verhandle die Zapf-Spitze mit dem Bankenkonsortium über eine nochmalige Verlängerung des am 30. Juni ausgelaufenen Konsortialkredits.

Noch vor wenigen Tagen hatte Zapf mitgeteilt, man habe grundsätzliche Zusagen des Bankenkonsortiums über eine langfristige Anschlussfinanzierung des Konzerns erzielt. Seit dem 1. Januar kooperiert Zapf mit dem US-amerikanischen Spielwarenhersteller MGA in den Bereichen Vertrieb, Beschaffung und Lizenzgeschäft. Im ersten Quartal 2007 erwirtschaftete das in Rödental bei Coburg ansässige Unternehmen einen Verlust nach Steuern von 3,4 Millionen Euro (Vorjahr: 5,3 Millionen). Den Umsatzrückgang um rund 14 Prozent auf 13,3 Millionen Euro begründete der Puppenhersteller mit den laufenden Umstrukturierungsmaßnahmen.

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