Aktie verzeichnet massiven Kursanstieg
Thyssen-Krupp hat sich von Wohnimmobilien getrennt

Der Thyssen-Krupp-Konzern hat sich für 2,1 Milliarden Euro von seiner Wohnimmobilien-Gruppe getrennt. Käufer ist ein Konsortium der US-Bank Morgan Stanley mit der Corpus-Gruppe. Die Thyssen-Krupp-Aktie reagierte am Dienstag mit einem massiven Kursanstieg auf die Mitteilung.

HB DÜSSELDORF. Schneller und zu einem höheren Preis als allgemein erwartet hat die Thyssen-Krupp AG ihre Wohnimmobilien veräußert. Für Thyssen-Krupp ist dies die größte Transaktion seit der Fusion 1999. Beraten wurde das Unternehmen dabei von der Citigroup. Mit den Einnahmen will der Mischkonzern mit Sitz in Essen und Duisburg unter anderem seine Schulden weiter reduzieren. Auch anstehende Investitionen im Stahlbereich seien nun leichter zu händeln, lobten Analysten. Die Thyssen-Aktie stieg zunächst deutlich.

Unmittelbar nach der Vertragsunterzeichnung mit dem Konsortium am Mittwochvormittag machte Thyssen-Krupp das Geschäft öffentlich. Bei dem Verkauf geht es um die Wohnimmobilien-Gruppe des Konzerns, die mit 370 Mitarbeitern rund 48.000 Wohnungen in der Rhein-Ruhr-Region bewirtschaftet. Dabei erzielte die Gruppe im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 250 Mio EUR. Insgesamt verbuchte Thyssen-Krupp mit seinen Immobilien 340 Mio EUR Umsatz und einen Vorsteuer-Gewinn von 72 Mio EUR. Diese Zahlen seien zu klein, als dass sich der Verkauf auf die erst vor zwei Wochen gegebenen Prognosen für 2004/05 (30. September) auswirken werde, sagte ein Sprecher.

Für das laufende Geschäftsjahr hatte der Mischkonzern insgesamt einen Umsatz von gut 41 Mrd EUR und einen Gewinn vor Steuern von erneut 1,6 Mrd EUR angekündigt. Nach Angaben des Sprechers dient der Verkaufserlös der Immobiliengruppe neben der Reduzierung der Nettofinanzverbindlichkeiten auch allgemein der "Verbesserung der Bilanzstruktur", wozu er aber keine Details nannte. Ende September hatte Thyssen-Krupp noch 2,8 Mrd EUR Schulden - abgebaut von 4,2 Mrd EUR ein Jahr zuvor. Der Immobilienverkauf steht aber noch unter dem Vorbehalt der fusionskontrollrechtlichen Freigabe sowie des Aufsichtsratsbeschlusses der Thyssen-Krupp AG.

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