Aktie vom Handel ausgesetzt
Bayer kündigt Konzernverlust für 2003 an

Wegen hoher Wertberichtigungen wird der Leverkusener Chemie- und Pharmakonzern Bayer im Geschäftsjahr 2003 einen Konzernverlust ausweisen.

HB LEVERKUSEN. Erstmals in der Unternehmensgeschichte wird der Chemie- und Pharmakonzern Bayer im Geschäftsjahr 2003 rote Zahlen schreiben. Durch die strategische Neuausrichtung plane das Unternehmen für das 4. Quartal Wertberichtigungen in Höhe von 2,2 Milliarden Euro, teilte Bayer am Montag in Leverkusen mit. Auf Grund von Sonderabschreibungen erwartet der Vorstand für 2003 ein negatives Konzernergebnis. Der Kurs der Bayer-Aktie rutschte nach der Ankündigung und einer vorübergehenden Aussetzung des Papiers vom Handel mit 22,22 Euro leicht ins Minus.

Die Korrektur der Bilanzrelationen steht im Zuammenhang mit der beschlossenen Neuausrichtung des Unternehmens, die der Vorstand Mitte November angekündigt hatte. Hierzu gehört unter anderem die Trennung von der Chemiesparte und Teilen des Polymer-Geschäfts. Bis Anfang 2005 will Bayer diese Aktivitäten, die unter dem Namen NewCo gebündelt sind, an die Börse bringen. Auf diesen Bereich allein entfallen Wertberichtigungen von 1,7 Milliarden Euro.

Enthalten sind in dieser Summe auch Aufwendungen für veränderte Rahmenbedingungen des künftigen Teilkonzerns für hochwertige Kunststoffe Bayer Material Science. Weitere 500 Millionen Euro will Bayer in der Gesundheitssparte abschreiben. Diese Korrekturen umfassen unter anderem die Konsolidierung der Pharma- Forschungsstandorte.

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