Aktie zieht an
Osteuropa beflügelt Volvo

Der nach Daimler zweitgrößte LKW-Hersteller der Welt, Volvo aus Schweden, profitierte im ersten Quartal dieses Jahres von der deutlich gestiegenen Nachfrage in Osteuropa. Das Ergebnis lag deutlich über den Erwartungen.

STOCKHOLM. Der Vorsteuergewinn des LKW-, Bus-, Baumaschinen- und Motorenherstellers stieg gegenüber dem Vorjahr um 14 Prozent auf 6,1 Mrd. Kronen (657,5 Mill. Euro). Der Umsatz zog um 26 Prozent auf 76,7 Mrd. Kronen an. Das Ergebnis lag über den Erwartungen. Die Volvo-Aktie reagierte an der Stockholmer Börse mit einem Kursanstieg von mehr als fünf Prozent.

Die positive Aufnahme des Ergebnisses lag zu einem großen Teil an der nach oben revidierten Prognose von Volvo-Chef Leif Johansson: Er rechnet nun in diesem Jahr mit einem Wachstum des europäischen LKW-Marktes von zehn Prozent. Bislang war er von einem Plus "zwi-schen fünf und zehn Prozent" ausgegangen.

Es sind die osteuropäischen Märk-te in Russland, der Ukraine und Polen, die für einen Großteil des Wachstums stehen. Denn das US-Geschäft entwickelte sich wegen der konjunkturellen Unsicherheiten erwartungsgemäß schlecht. Während MAN bereits im vergangenen Jahr ein Werk in Polen eröffnet hat, wollen Volvo und auch Scania in Russ-land Montagewerke errichten. Scania wird am Montag sein Ergebnis vorlegen: Analysten rechnen mit einem Rekordgewinn und einer Umsatzrendite von mehr als 15 Prozent. Der schwedische LKW-Hersteller, an dem Volkswagen 68 Prozent hält, gilt seit Jahren als der rentabelste Brummi-Bauer der Welt.

Helmut Steuer berichtet für das Handelsblatt aus Skandinavien. Regelmäßig ist er auch in der Ukraine unterwegs.
Helmut Steuer
Handelsblatt / Korrespondent
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