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Merck muss nicht für Tod von Mann nach Vioxx-Einnahme haften

Das erste Urteil auf US-Bundesebene um das umstrittene Schmerzmittel Vioxx ist zu Gunsten des Herstellers Merck & Co. gefallen. Nach Ansicht der Jury muss der US-Pharmariese nicht für den Tod eines Mannes im Jahre 2001 haften, der zuvor das inzwischen vom Markt genommene Medikament eingenommen hatte.

HB NEW ORLEANS. Die Geschworenen gelangten am Freitag zudem zu der Auffassung, dass Vioxx kein mangelhaftes Produkt sei. Merck habe sich auch nicht fahrlässig verhalten und es ferner nicht versäumt, vor Risiken bei der Einnahme zu warnen.

Insgesamt muss sich Merck wegen Vioxx mehr als 9000 Klagen in den USA stellen. Auf Bundesstaatsebene gab es bisher zwei Prozesse, von denen der Konzern einen gewann. In dem anderen wurde er wegen des Todes eines Mannes zur Zahlung von 253 Millionen Dollar an dessen Witwe verurteilt. Merck hat dagegen Widerspruch eingelegt.

Der am Freitag in einem US-Bezirksgericht in Louisiana entschiedene Prozess drehte sich um Richard Irvin, der im Alter von 53 Jahren starb. Seine Familie hatte geklagt, Vioxx habe bei dem Mann einen Herzinfarkt verursacht. Mercks Anwälte wiesen die Vorwürfe zurück. Der Herzinfarkt sei vielmehr auf Irvins ungesunden Lebenswandel und eine dadurch verursachte Verstopfung der Arterien zurückzuführen gewesen. Die Entscheidung der Jury bestätige, dass es keinen medizinischen oder wissenschaftlichen Beweis dafür gebe, dass die Einnahme von Vioxx über einen kurzen Zeitraum das Risiko eines Herzinfarkts erhöhe oder in irgendeiner Weise zu Irvins Tod beigetragen habe, erklärte Merck. Irvins Witwe verließ das Gericht mit geballter Faust und unter Tränen. Ihr Anwalt sagte, die Hinterbliebenen Irvins würden möglicherweise eine Berufung in Erwägung ziehen. Im Dezember war der Prozess zunächst gescheitert, weil sich die Geschworenen nicht auf ein Urteil einigen konnten.

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