Aktienkäufe der Agnelli-Holding ärgern Banken
Fiat plant Kooperation mit Indiens Tata Motors

Nach der Kooperation mit Ford Europe wird der italienische Autokonzern Fiat nach Medienberichten schon bald eine Partnerschaft mit dem indischen Autohersteller Tata Motors eingehen.

kk MAILAND. Fiat-Chef Sergio Marchionne hatte weitere produktgebundene Allianzen angekündigt. Ein Fiat-Sprecher kommentierte den Bericht nicht, nach dem in Indien für den Weltmarkt produziert werden soll. Am Dienstag hat Fiat mit der serbischen Zastava die Produktion von 15 000 Puntos vereinbart.

Während der Konzernchef seine Strategie zum Überleben des angeschlagenen Konzerns umsetzt, gibt es unter den Eigentümern Ärger. Das Vorgehen der Agnelli-Holding verärgert die Banken, die seit Dienstag knapp 27 Prozent am Autokonzern halten. Die Fiat-Gründerfamilie Agnelli hatte am Montag über ihre Holding Ifil Investment Spa 82 Millionen Fiat-Aktien erworben, um weiterhin mehr als 30 Prozent an dem Unternehmen zu halten. Die komplizierte Transaktion hat die Börsenaufsicht Consob auf den Plan gerufen und stößt bei Banken und Marktteilnehmern auf Kritik.

Ifil hatte vergangene Woche bekannt gegeben, für 535 Mill. Euro Fiat-Aktien von der Exor Group zu erwerben, die ebenfalls von der Agnelli-Familie kontrolliert wird. Exor verfügt über die Fiat-Aktien in Form von Derivate-Kontrakten, die mit Merrill Lynch im April abgeschlossen wurden. Um in den Besitz der Fiat-Aktien zu kommen, hat Exor den Vertrag so geändert, dass Merrill Lynch nicht nur den Gewinn der von ihr gekauften und seitdem stark gestiegenen Fiat-Aktien an Excor abführt, sondern die Aktien selbst verkauft. Ifil hatte noch Ende August mitgeteilt, sie habe keine Erklärung für die vielen Aktienkäufe bei Fiat. „Die Kommunikation gegenüber den Marktteilnehmern war nicht korrekt“, sagte Fabrizio Calendo, Analyst der Finanzgruppe Euromobiliare.

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