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Aktienkurs bricht ein: Solar Millennium beantragt Insolvenz

Vor einer Woche ging Solon Pleite, jetzt hat auch der wirtschaftlich angeschlagene Solarkraftwerk-Hersteller Solar Millennium Insolvenz beantragt. Die Branche gerät immer mehr in die Krise.

Solarthermisches Kraftwerk von Solar Millennium in Kalifornien. Quelle: dpa/picture alliance
Solarthermisches Kraftwerk von Solar Millennium in Kalifornien. Quelle: dpa/picture alliance

ErlangenDer angeschlagene Solar-Projektentwickler Solar Millennium ist pleite. Das Unternehmen habe am Mittwoch Insolvenzantrag beim Amtsgericht Fürth gestellt, teilte Solar Millennium in Erlangen mit.

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Grund seien Verzögerungen bei Verhandlungen über den Verkauf von Projekten in den USA und Spanien. Bei beiden angestrebten Transaktionen seien die Verhandlungen schon weit fortgeschritten, hätten bislang aber nicht abgeschlossen werden können, erklärte Solar Millennium. Wesentliche Verträge für das US-Geschäft wurden demnach bereits unterzeichnet, allerdings seien „einzelne Bedingungen für die Wirksamkeit der Verträge bislang nicht eingetreten“. Die angestrebten Geschäfte hätten laut Solar Millennium „über den aktuellen Liquiditätsbedarf hinaus Mittel generiert, die die Basis für eine Weiterentwicklung der Gesellschaft gelegt hätten“. Nun aber seien „Höhe und Zeitpunkt der Zahlungsflüsse“ unklar. Deshalb sei das Unternehmen nun gezwungen gewesen, Gläubigerschutz zu beantragen.

Die Aktie war zunächst vom Handel ausgesetzt. Kurz nach Wiederaufnahme des Handels fiel sie um 60 Prozent auf 0,40 Euro. Auch andere Solaraktien wie Solarworld und Q-Cells drehten kurzfristig ins Minus.

Solar Millennium war in den vergangenen Monaten immer wieder in den Schlagzeilen, unter anderem, weil Ex-Vorstandschef Utz Claassen Schadenersatz vom Unternehmen fordert. Zuletzt hatte Mitte September Firmengründer Hannes Kuhn sein Mandat als Aufsichtsrat niedergelegt.

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Diese Woche musste Solar Millenium bereits mehrfach schlechte Nachrichten verkünden. Erst am Dienstag hatte das krisengeschüttelte Unternehmen angekündigt, dass sich die Verhandlungen über den Verkauf von Projekten in den USA verzögerten. Anders als geplant sei in diesem Jahr nicht mehr mit einem Abschluss zu rechnen. Der Vorstand prüfe derzeit die daraus resultierenden Konsequenzen, hieß es da noch in einer Mitteilung des Unternehmens.

  • 22.12.2011, 08:55 UhrAnonymer Benutzer: Fitsch

    Wir sollten auch die 400.000.000 Euro Subventionen an die Atomindustrie von den "profitablen" Atomriesen zurückfordern und die unbezahlbare Entsorgung des Strahlenschotts sollte ebenfalls von diesen Firmen und nicht vom Steuerzahler getragen werden. Auch die Kohlesubventionen, die Wiederherstellung ganzer Kohleabbau-Landstriche und die Subventionierung der Gasförderung sollte nicht vom Steuerzahler geschultert werden, sondern von denen, die davon profitieren.
    Weg mit den Subventionen und jeder soll für das aufkommen, für das er verantwortlich ist. Dann hat die Energiewende, dann haben auch die regenerativen Energien und dann hat auch die stromabhängige Menschheit eine wirkliche Chance.

  • 21.12.2011, 22:03 UhrAnonymer Benutzer: Fantor

    Ihr Kommentar trifft zu.
    Ich hoffe mal, es haben nicht soviele die Anleihe gezeichnet. Wenn SM nun Pleite ist, können das ja nicht so viele gewesen sein...
    Das ganze war nur eine Luftnummer. Die Wirtschaftsprüfer hätten sowas nicht testieren dürfen...

  • 21.12.2011, 20:13 UhrAnonymer Benutzer: bitschleuder

    Hier offenbart sich die ganze Traumtänzerei mit der solartechnik. Kraftwerke werden gebaut, wenn sie benötigt werden. Und wer benötigt Strom in Massen ? Die Industrie. Die benötigt den Saft aber zu Preisen, zu denen auch die ausländische Konkurrenz einkauft. Kohle, Gas und Atomkraftwerke liefern definitiv billgier als Solarzellen.
    Schon bald werden die vielen Solardächer Relikte einer vergangenen Zeit sein- einer Zeit, in der es schick war, wider ökonomischen und physikalischen Gesetzen seine Weltansichten zu materialisieren. Auch falscher Glaube kann Berge versetzen...

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