Aktienkurs sackt ab
Goodyear warnt wieder vor falschen Bilanzen

Goodyear hat erneut Probleme mit Falschbilanzierungen. Zum zweiten Mal seit Oktober hat der weltgrößte Reifenhersteller davor gewarnt. Das Unternehmen verwies auf eine laufende interne Untersuchung, die Europa als Herd für Falschbilanzierungen identifiziert habe.

HB AKRON. Die Aktien der in Akron (Ohio) ansässigen Gesellschaft Goodyear Tire & Rubber Company sind am Donnerstag um 4,6 Prozent auf 7,02 Dollar abgesackt.

Der Reifenhersteller hat angesichts der neuen Bilanzierungsprobleme einen Bericht an die amerikanische Wertpapier- und Börsenkommission SEC für das Jahr 2002 zurückgestellt. Die Gesellschaft werde die Übermittlung des Berichts zurückstellen bis sie ihre Überprüfung beendet habe, betonte sie. Bisher sei noch nicht festgestellt worden, ob dies nennenswerte Auswirkungen auf die Finanzmitteilungen haben werde.

Die Verzögerung könne auch eine Verpflichtung der Stahlarbeitergewerkschaft gegenüber erschweren, bis zum Jahresende eine Schuldenaufnahme von 250 Millionen Dollar und andere Finanzierungen in Höhe von 75 Millionen zu vollziehen.

Der weltgrößte Reifenhersteller hatte bereits im Oktober eine rückwirkende Änderung seiner Geschäftsergebnisse bis 1998 angekündigt. Der Gewinn werde in dem fünfeinhalbjährigen Zeitraum um bis zu 100 Millionen Dollar (86 Millionen Euro) reduziert, hatte Goodyear damals mitgeteilt. Goodyear führte die geplante rückwirkende Neubilanzierung auf die Einführung eines Planungsbuchungs-Systems im Jahr 1999 und auf Fehler seines innerbetrieblichen Rechnungssystems zurück. Diese Bilanzierungsfehler seien weitgehend in den nordamerikanischen Reifen- und Ingenieurproduktsparten erfolgt.

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