Aktionäre stimmen zu
Ja zum Kauf von Schering-Plough durch Merck & Co

Grünes Licht der Aktionäre für die Milliardenübernahme des US-Pharmakonzerns Schering-Plough durch den Branchenriesen Merck & Co: Die Anteilseigner beider Seiten segneten am Freitag auf zwei außerordentlichen Hauptversammlungen den Kauf ab.

HB NEW YORK. Die Aktionäre von Merck & Co und Schering-Plough haben der Milliardenfusion der beiden Pharmakonzerne zugestimmt. Die Anteilseigner befürworteten den Zusammenschluss mit überwältigender Mehrheit, wie beide Unternehmen am Freitag mitteilten.

Merck erklärte nach eine außerordentlichen Aktionärsversammlung, es werde weiter ein Abschluss der Transaktion im vierten Quartal angepeilt. Im März hatte der Pharmariese angekündigt, seinen kleineren Rivalen Schering-Plough zu schlucken. Beide Unternehmen hatten bereits zuvor lange bei den Cholesterin-Mitteln Vytorin und Zetia zusammengearbeitet.

Beide Konzerne haben deutsche Wurzeln und waren im 19. Jahrhundert zunächst als US-Ableger deutscher Firmen entstanden. Laut Merck sollen bei der Fusion 15 Prozent der Stellen wegfallen. Damit würden noch rund 90 000 Menschen bei Merck beschäftigt werden.

Der Zusammenschluss muss noch von den Wettbewerbsbehörden in den USA und Europa genehmigt werden. Erst wenige Wochen vor Bekanntgabe der Fusionspläne hatte der US-Konzern Pfizer angekündigt, für rund 68 Mrd. Dollar den heimischen Konkurrenten Wyeth zu übernehmen.

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