Nach Aussage Zetsches wird das im Februar verkündete Sanierungsprogramm mit dem geplanten Abbau von 13 000 Stellen bis 2009 in den USA und Kanada die US-Tochter bereits kommendes Jahr wieder in die Gewinnzone führen. Chrysler hatte 2006 einen Verlust von 1,1 Mrd. Euro eingefahren. „Alles läuft nach Plan“, sagte der Konzernchef. Die zuletzt von der Hoffnung der Anleger auf eine schnelle Trennung von der US-Tochter getriebene Aktie war am Mittwoch mit einem Minus von 1,45 Prozent auf 61,10 Euro einer der wenigen Verlierer im Dax.
Nach Informationen der US-Zeitung „Detroit News“ sind die Erwartungen von Zetsche an den Kaufpreis inzwischen gestiegen. Daimler hofft demnach, bei dem Deal rund acht Mrd. Dollar für die defizitäre US-Sparte herausholen zu können. Aus Verhandlungskreisen hatte es bislang geheißen, dass bei einem Chrysler-Verkauf zwischen vier bis sechs Mrd. Dollar herausspringen dürften.
Ein Verkauf der US-Tochter an einen Private-Equity-Fonds stößt jedoch auf den Widerstand der einflussreichen Gewerkschaftsvertreter im Konzern. „Wir haben kein Interesse daran, dass Chrysler an Heuschrecken veräußert wird“, warnte kürzlich der Stuttgarter IG-Metall-Bezirksleiter Jörg Hofmann. Dies könnte die Chancen von Magna auf einen Zuschlag verbessern, der bislang der einzige bekannte industrielle Interessent für den US-Autobauer ist.
Angesichts der sich abzeichnenden Trennung von Chrysler rückt auch eine Namensänderung näher. Als neuer Name für den Autokonzern, der dann im Wesentlichen aus einer starken Mercedes-Gruppe, einem Finanzdienstleistungsgeschäft und einem profitablen LKW-Hersteller bestünde, ist laut Firmenkreisen „Daimler-Group“ im Gespräch.
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