Markenexperten favorisieren jedoch den alten Namen Daimler-Benz. Manfred Gotta, Inhaber der Agentur Gotta Brands und Erfinder so klingender Namen wie Twingo oder Xetra, sagte gegenüber Handelsblatt.com, mit Daimler-Benz kämen klassische Werte im Unternehmen wieder stärker zum Tragen. Unbewusst hätte der neue alte Name auch Einfluss auf das Kaufverhalten. Im Prinzip wären wahrscheinlich sehr viele Leute wieder beruhigt; das würde man sicherlich auch am Aktienkurs sehen.
Auch Bernd Samland, Geschäftsführer der Namensagentur Endmark, setzt auf den alten Namen: „Daimler-Benz ist ein eingeführter Name mit altem Imagewert“. Auch die psychologischen Wirkungen einer Namensänderung dürften nicht unterschätzt werden. Sowohl für die Belegschaft, als auch für die Aktienmärkte signalisiere eine mögliche Umbenennung in Daimler-Benz eine Rückbesinnung auf die Kernkompetenz, sagte Samland.
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Auch Wirtschaftspsychologe Klaus Moser hält eine Rückkehr zum alten Namen für sinnvoll. „Das würde einen Glaubwürdigkeitgewinn bedeuten“, sagt der Professor an der Universität Erlangen-Nürnberg. Mit einer Marke sollten die Menschen Positives verbinden. Dies habe Daimler-Chrysler aber zum Großteil verspielt. Der bisherige Name Daimler-Chrysler stehe für eine Serie von Misserfolgen. „Ein Eheberater hätte schon lange zu einer Trennung geraten und zur Annahme des vorherigen Namens.“

