Aktionäre von Gold Fields stützen Abwehr des Mangements nicht
Chancen für Gold-Großfusion steigen

Der südafrikanische Goldkonzern Harmony kann die geplante Übernahme seines Lokalrivalen Gold Fields möglicherweise doch noch erreichen. Denn die Aktionäre von Gold Fields haben am Dienstag dem Management die Gefolgschaft verweigert und eine vorgesehene „Giftpille“ zur Abwehr der Übernahme nicht gebilligt.

HB KAPSTADT. Auf einem mit Spannung erwarteten Hauptversammlung in Johannesburg votierten überraschend nur 48,2 Prozent der Gold Fields-Aktionäre für den Vorschlag ihres Managements, alle Gold Fields-Minen außerhalb von Südafrika mit denen der kanadischen Iamgold zu fusionieren. Damit sollte die Übernahme von Gold Fields durch Harmony torpediert werden. Gold Fields hätte für die angestrebte Verschmelzung seiner internationalen Vermögenswerte mit denen von Iamgold mehr als 50 Prozent aller Aktionärsstimmen benötigt.

Nach der knapp gescheiterten Fusion des Unternehmens mit den Kanadiern werden nun wiederum Harmony gute Chancen eingeräumt, die Übernahme von Gold Fields am Ende erfolgreich abzuschließen. Allerdings wird Harmony zu diesem Zweck sein ursprüngliches Angebot an die Gold Fields Aktionäre zumindest leicht erhöhen müssen. Harmony will durch die Übernahme zum weltgrößten Anbieter in der Goldbranche aufsteigen.

Harmony, der weltweit sechstgrößte Goldförderer, hatte Mitte Oktober ein feindliches Übernahmeangebot für seinen größeren südafrikanischen Erzrivalen Gold Fields unterbreitet und dessen Aktionären für jede Gold Fields-Aktie 1,275 eigene Titel offeriert – ein Aufschlag von fast einem Drittel gegenüber dem Schlusskurs von Gold Fields am 14. Oktober. Die Übernahme soll per Aktientausch erfolgen.

Das Management von Gold Fields hatte die Offerte von Harmony postwendend abgelehnt und sich in den letzten sechs Wochen mit allen verfügbaren Mitteln gegen die geplante Übernahme zur Wehr gesetzt. Erst Anfang Dezember hatte Gold Fields seinen Aktionären eine Prämie für den Fall angeboten, dass diese der Auslagerung seiner internationalen Aktivitäten nach Nordamerika zustimmen - und damit implizite auch das Übernahmeangebot von Harmony zurückweisen. Diese Strategie ist nun fehlgeschlagen.

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