Aktionärsstruktur
„Neugeburt“ von EADS ohne Baden-Württemberg

Nach der Einigung bei der EADS-Aktionärsstruktur feiert der Konzern die Lösung. Doch ganz reibungslos geht die Sache nicht über die Bühne. Die rot-grüne Landesregierung im „Ländle“ sträubt sich.
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ParisMit der Neuordnung der Aktionärsstruktur bei EADS hofft der europäische Luft- und Raumfahrtriese auf eine neue Etappe seiner Entwicklung. "Das ist ganz einfach eine Neugeburt des Konzerns, der wachsen und sich wird entwickeln können", sagte EADS-Strategiedirektor Marwan Lahoud am Donnerstag. Daimler verkaufte am Tag nach der Einigung auf die neue Aktionärsstruktur die Hälfte seiner EADS-Anteile.

Mit dem Zurückdrängen des Einflusses vor allem von Deutschland und Frankreich bei EADS würden die Entscheidungen künftig "im Unternehmen" getroffen, sagte Lahoud dem Sender Europe 1. "Die Staaten werden aber immer noch etwas zu sagen haben, weil wir in Industriebereichen arbeiten, die für ihre Sicherheit von strategischer Bedeutung sind."

EADS hatte am Mittwochabend die Einigung auf eine neue Aktionärsstruktur und damit das Ende des seit zwölf Jahren geltenden Aktionärspakts bekanntgegeben: Deutschland und Frankreich halten demnach künftig nur noch jeweils zwölf Prozent der Anteile, Spanien nur noch vier. Damit werden die drei Staaten gemeinsam nur noch knapp unter 30 Prozent der Aktien halten. Bisher hielten Deutschland, Frankreich und Spanien - direkt oder indirekt - gemeinsam rund 50 Prozent an EADS. Ein Vetorecht haben sie künftig nicht mehr.

"Der Einfluss der öffentlichen Hand ist geringer als es bisher der Fall ist", verlautete aus Kreisen des Bundeswirtschaftsministeriums. "Das ist aus unserer Sicht gut." Auf deutscher Seite waren bisher 15 Prozent der EADS-Aktien im Besitz des Autoherstellers Daimler und 7,5 Prozent im Besitz des Dedalus-Konsortiums aus öffentlichen und privaten Banken.

Daimler erklärte nun, einen Anteil von 7,5 Prozent - und damit die Hälfte seiner EADS-Anteile - am Donnerstag erfolgreich verkauft zu haben. 61,1 Millionen EADS-Aktien seien im Wege eines beschleunigten Verfahrens an die staatliche Förderbank KfW, an private Dedalus-Investoren sowie an institutionelle Anleger verkauft worden.

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Rot-Grün zieht nicht mit

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  • Hallo liebe Kommentatoren, ihr scheint euch sehr gut mit dem Thema Airbus auszukennen. Ich habe eine Theorie, aber bitte nicht lachen, ich stecke nich so sehr im Thema. Also hier meine Theorie: ich halte DE nicht für dumm, nicht umsonst sind wir führend in Sachen Wirtschaft in der EU. Was, wenn Deutschland die Fusion von EADS mit England absichtlich verhindert hat, dann aus EADS ausgestiegen ist, um den Standort Hamburg (und drumherum) dann von EADS loszueisen und selbst mit den Engländern zu kooperieren. Die Engländer sind laut Statista führend in Sachen Flugzeuge und Co. Deutschland hat mit Hamburg sowohl eine Toplogistik als auch die Ingenieure. Es ist nur so ein Gedanke, vielleicht könnt ihr ja mal sagen, was ihr davon haltet, wie gesagt, ich stecke da nicht so sehr im Thema. Erarbeite aber gerade für die Uni im Bereich Logistik etwas zum Thema Airbus.

  • "Garantiert wird nach dem A380 und A350 Programm der A320 Nachfolger in Toulouse geplant, modelliert und gebaut."

    Die A320Neo kommt erst gegen 2015 raus, der Nachfolger davon vielleicht nach 2025. Darüber braucht man sich jetzt noch keine Gedanken machen. In den nächsten Jahre stehen eh keine neuen Programme an, daher gibt nichts mehr zu verteilen. Mit den A380 und A350 wird EADS auf absehbarer Zeit keinen Gewinn machen. Dazu gibt es bei Eurocopter ebenfalls etliche Geldfresser Probleme. Dazu verliert EADS sensibles und Renditeträchtiges DE Rüstungsgeschäft. Und EADS ist extrem hoch verschuldet. Da wird es in Zukunft wohl eher ein Sparpaket nach den anderen geben, als Innovationen.

  • wieder mal ein Fall, wo sich unser Wirtschaftsminister und unsere Kanzlerin über den Tisch ziehen liess.

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