Aktionärsversammlung angesetzt
Endesa: Neues Eon-Gebot ist angemessen

Der Vorstand des spanischen Stromversorgers Endesa hat das verbesserte Übernahme-Angebot des Düsseldorfer Eon-Konzerns begrüßt. Aus finanzieller Sicht sei die neue Offerte angemessen. Eine außerordentliche Aktionärsversammlung wurde angesetzt.

HB MADRID. Die Bedingungen der Offerte seien einstimmig als vorteilhaft beurteilt worden, teilte Endesa mit. Für den 20. März wurde eine außerordentliche Hauptversammlung angesetzt. Die letzte Entscheidung über das Angebot treffen dann die Endesa-Aktionäre.

Eon hatte sein Angebot für Spaniens größten Energiekonzern vergangene Woche auf 41 Milliarden Euro aufgestockt. Die neue Offerte wurde am Dienstag von der spanischen Börsenaufsicht freigegeben. Sie liegt über dem aktuellen Kurs der Endesa-Aktie von 37,97 Euro und 109 Prozent über dem letzten Kurs vor Beginn des Übernahmekampfes vor rund eineinhalb Jahren.

Eon begrüßte die positive Stellungnahme von Endesa. „Wir freuen uns sehr, dass die Endesa-Führung unser finales Angebot unterstützt“, erklärte Eon Chef Wulf Bernotat. Zuvor hatte Bernotat betont, dies sei unwiderruflich das letzte Wort des Konzerns. Der Düsseldorfer Energieriese ist nach dem Rückzug von Gas Natural der einzige verbliebene Bieter für Endesa, muss aber um die Gunst der Aktionäre kämpfen.

Eon will durch die Endesa-Übernahme ab 2010 jährlich 600 Millionen Euro zusätzlichen Wert schaffen. Der größte Teil davon soll durch den konzernweiten Erfahrungsaustausch realisiert werden, durch den Prozesse beim Bau neuer Kraftwerke oder beim Ausbau der Netze verschlankt werden können. Bei einer Übernahme würde ein Energieriese mit mehr als 100 000 Mitarbeitern und mehr als 50 Millionen Kunden in 30 Ländern entstehen.

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