Aktuelle Meldungen
Quartalszahlen im Überblick

Heute berichten noch einmal zahlreiche Unternehmen aus der zweiten Reihe über das zweite Quartal. Und die Daten von Rheinmetall, Salzgitter, Freenet, Versatel, Carl Zeiss Meditec, Jenoptik, Celesio, Deutsche Euroshop, GfK, Klöckner & Co, Wacker Neuson, HHLA, Bilfinger Berger, Aegon, HHLA und Unitymedia fielen zumeist durchwachsen aus. Es gab sogar handfeste Gewinnwarnungen.

HB DÜSSELDORF. Der Stahlkonzern Salzgitter hat sein Ergebnisziel für 2009 aufgegeben und erwartet nun doch einen Vorsteuerverlust. Eine nachhaltige Wende der Verhältnisse am Stahlmarkt sei bisher nicht erkennbar, da lediglich für einzelne Produktgruppen Erholungstendenzen festzustellen seien, teilte das Unternehmen mit. "Demzufolge erwartet der Salzgitter-Konzern auch für das zweite Halbjahr 2009 einen Vorsteuerverlust, der allerdings niedriger als derjenige der abgelaufenen Berichtsperiode ausfallen dürfte", hieß es. "Wir halten es für denkbar, dass gegen Jahresende wieder nahezu ausgeglichene Monatsergebnisse erzielt werden können." Bislang hatte Salzgitter auf ein ausgeglichenes Jahresergebnis gehofft.

Salzgitter verbuchte wie die großen Rivalen ArcelorMittal und Nippon Steel im zweiten Quartal rote Zahlen. Das Unternehmen verlor von April bis Juni vor Steuern 97 Mio. Euro. Grund waren neben der schwachen Absatzlage auch Wertberichtigungen auf Lagerbestände. Analysten hatten für das Quartal einen Vorsteuerverlust von 84 Mio. erwartet.

Rheinmetall litt vor allem unter den Kosten für den Umbau der angeschlagenen Autozuliefer-Sparte, so dass der Konzern im ersten Halbjahr tief in die Verlustzone gedrückt wurde. Unterm Strich verlor das Unternehmen nach Angaben vom Donnerstag 71 Mio. Euro nach einem Gewinn von 54 Mio. Euro vor einem Jahr. Damit fiel das Minus allerdings geringer aus als von Analysten im Schnitt erwartet. Die Umbaukosten ausgeklammert, kam sogar ein Gewinn von fünf Mio. Euro heraus. Der Umsatz ging wegen der Flaute auf dem Automarkt von knapp 1,9 auf gut 1,5 Mrd. Euro zurück. Im Zuge des Umbaus fallen 2 500 Stellen weg.

Im Gesamtjahr will Rheinmetall dank der nun folgenden Einsparungen und eines gut laufenden Rüstungsgeschäfts letztlich weiterhin schwarze Zahlen vor Zinsen und Steuern schreiben. Im Geschäft mit gepanzerten Fahrzeugen, Waffen und Munition geht die Konzernführung nun sogar davon aus, das ursprüngliche Renditeziel von zehn Prozent übertreffen zu können. Der Umsatz soll weiter auf 1,9 Mrd. Euro steigen. Dagegen kalkuliert der Konzern in seiner Autosparte anhaltend mit einem Umsatzrückgang von 500 Mio. Euro und einem Verlust aus dem Tagesgeschäft von 80 Mio. Euro.

Der Mobilfunkanbieter Freenet hat im zweiten Quartal erneut Kunden verloren. Ende Juni kam Freenet auf 17,95 Mio. Kunden nach 18,53 Mio. Ende März, teilte das Unternehmen mit Sitz in Büdelsdorf am Donnerstag mit. Umsatz und Gewinn konnte Freenet dank der Übernahme des kleineren Konkurrenten Debitel erneut steigern. Der Umsatz belief sich demnach im zweiten Quartal auf 912,6 Mio. Euro nach 362,1 Mio. Euro im Vorjahr.

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich auf 75,8 Mio. Euro (Vorjahr 31,7 Mio Euro). Das war weniger als im ersten Quartal und auch weniger als von Analysten erwartet. Für die Integration von Debitel seien im zweiten Quartal Einmalkosten von rund 20 Mio. Euro angefallen. Das Konzernergebnis stagnierte im zweiten Quartal mit 9,4 Mio. Euro. Ohne das inzwischen verkaufte DSL-Geschäft - also aus fortgeführten Geschäftsbereichen - stand unterm Strich ein Gewinn von 11,1 Mio. Euro nach 23,4 Mio. Euro im Vorjahr.

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