Aktuelle Quartalszahlen der ehemaligen IWKA
Roboterbauer Kuka sucht neue Standbeine

Der Roboter- und Anlagenbauer Kuka ist mit einem kräftigen Gewinnsprung ins Jahr gestartet.

HB MÜNCHEN. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) kletterte um 61 Prozent auf 15,8 Mill. Euro, wie das Unternehmen am Dienstag in Augsburg mitteilte. Der Umsatz ging um vier Prozent auf 280,2 Mill. Euro zurück; bereinigt um Sondereffekte bei einer US-Tochter und Auswirkungen des schwachen Dollars hätte sich demnach ein Plus ergeben. Dank höherer Auslastung stieg die operative Rendite auf 5,6 von 3,4 Prozent.

Für 2008 rechnet Kuka weiter mit einer Ebit-Marge von mindestens 5,5 Prozent; im Vorjahr waren es noch 4,9 Prozent. Der Umsatz soll im laufenden Jahr auf mehr als 1,34 (1,28) Mrd. Euro steigen, das Ebit mindestens bei 76,5 (70,4) Mill. Euro liegen. Bis 2010 peilt Kuka eine Gewinnmarge von 7,0 Prozent an. Der Konzern will künftig verstärkt mit Unternehmen außerhalb der Autoindustrie Geschäfte machen und setzt auf Luftfahrt, Solarindustrie, Medizintechnik, Lebensmittelproduktion und Logistik.

Der Anteil der sogenannten General Industry am Auftragseingang sei in der Robotersparte im Startquartal gestiegen, hieß es in der Mitteilung. Umsatz und operativer Gewinn zogen deutlich an, die Ebit-Marge stieg auf 8,6 (6,6) Prozent. Das Segment Anlagenbau (Systems) erhielt Aufträge von einem Solarunternehmen aus den USA. Die Sparte verbuchte eine operative Rendite von 4,8 (2,8) Prozent.

Während das Ebit kräftig wuchs, gingen die Erlöse zurück. Dabei wirkten sich Veränderungen in der Abrechnung bei der US-Tochter KTPO aus, wie es in der Mitteilung weiter hieß. Das Unternehmen produziert seit Juli 2006 auf dem Gelände des Chrysler-Werks in Toledo bei Detroit die Karosserie des Jeep Wrangler. Kuka verarbeite dort von Chrysler geliefertes Material und stelle es jetzt nicht mehr in Rechnung, erläuterte ein Sprecher.

Bereinigt um Sondereffekte stieg laut Kuka im Gesamtkonzern der Auftragseingang; in den Büchern steht für das erste Quartal ein Rückgang um 7,5 Prozent auf 404,3 Mill. Euro. Der Orderbestand erhöhte sich leicht auf 647,3 Mill. Euro. Der Gewinn nach Steuern wuchs auf 9,8 (1,2) Mill. Euro. Die einstige IWKA war nach langer Krise und massiver Schrumpfkur erst Anfang 2007 in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt.

Unicredit bestätigt Kuka mit "Buy"

Die Erstquartalszahlen von Kuka sind laut den Analysten der Unicredit sehr gut und über den Erwartungen ausgefallen. Der Umsatz sei nur wegen des ungünstigen Dollar-Wechselkurses und Bilanzierungsänderungen optisch niedriger. Die Analysten sehen deshalb keinen Grund, ihre optimistischen Annahmen für 2008 und 2009 zu ändern. Kuka seien attraktiv bewertet mit einem KGV auf Basis 2009 von 9,6 und einem EV/EBIT auf Basis 2009 von unter 6, hieß es am Dienstag. Zudem sei im Kurs noch die Dividende von einem Euro enthalten (HV am 15. Mai).

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