Aktuelle Zulassungszahlen vom US-Automarkt
US-Automarkt: Die Talfahrt geht weiter

Nach den schlechten Zulassungszahlen der vergangenen Monate kommen auch im März noch keine Frühlingsgefühle in der kriselnden Branche auf. Im Gegenteil, sowohl im Vergleich zum Vorjahr als auch im Vergleich zum Vormonat müssen die US-Hersteller weitere Einbußen melden. Bei den deutschen Autobauern sieht es kaum besser aus – bis auf eine kleine Ausnahme.

fgh/dpa/ap DÜSSELDORF. Während in Deutschland die Abwrackprämie wenigstens bei preiswerten Klein- und Kompaktwagen für Impulse am darbenden Automarkt sorgt, schauen die am US-Markt beteiligten Hersteller für den nun ausgewerteten Monat März auf ein Bild des Schreckens. So ist beispielsweise der Absatz des US-Autokonzerns Ford im Heimatmarkt im März wieder dramatisch schlecht ausgefallen. Im Jahresvergleich fielen die Verkäufe um 41 Prozent. Es wurden 131 500 Fahrzeuge der Marken Ford, Lincoln, Mercury sowie der schwedischen Tochter Volvo abgesetzt, wie der US-Konzern am Mittwoch mitteilte. Im gesamten ersten Quartal brach der Absatz im Vergleich zum Vorjahr um 43 Prozent auf 324 400 Wagen ein. Die Verkäufe der Geländewagen fielen im ersten Quartal um zwei Drittel. Ford hat bislang anders als die Konkurrenten General Motors und Chrysler keine Staatshilfen beantragt.

General Motors: Minus 45 Prozent

Mit einem Absatzrückgang von 45 Prozent traft es General Motors erneut am härtesten. Der einstmals größte Automobilhersteller der Welt verkaufte nur noch 156 380 Fahrzeuge auf seinem Heimatmarkt, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Zum Monatsende habe man eine Belebung der Nachfrage beobachtet, sagte der Vizepräsident für den Nordamerika-Vertrieb, Mark LaNeve. Mit einem neuen Finanzierungsprogramm wolle man zudem neue Kaufanreize schaffen.

GM hat bereits Milliardenhilfen von der US-Regierung erhalten und bekam zu Wochenbeginn eine Frist von 60 Tagen eingeräumt, um einen nachhaltigen Sanierungsplan vorzulegen. Derzeit machen jedoch Spekulationen über eine „Blitz-Insolvenz“ des Unternehmens die Runde. Dadurch solle eine Sanierung beschleunigt werden.

Chrysler: Minus 39 Prozent

Beim ebenfalls notleidenden Konkurrenten Chrysler fiel der Absatz um 39 Prozent auf 101 001 Fahrzeuge. Die ehemalige Daimler-Tochter freute sich dennoch, dass die Verkäufe erstmals seit September 2008 in einem Monat die Marke von 100 000 Wagen überschritten hätten.

Toyota: Minus 37 Prozent

Auch der japanische Konkurrent Toyota hat Federn lassen müssen. Der Hersteller hat in den USA 37 Prozent weniger Fahrzeuge verkauft. Der Absatz ging auf 132 800 Stück zurück, wie die US-Tochter des Autobauers am Mittwoch mitteilte. Dabei sank die Nachfrage bei der Luxus-Marke Lexus stärker als bei der Kernmarke Toyota. In der Sparte Toyota wurden 118 600 Pkw, Geländewagen und Pick-ups verkauft. Unter dem Lexus-Label gingen 14 200 Fahrzeuge an die Kunden. Nach den ersten drei Monaten des Jahres betrug das Absatzminus bei Toyota insgesamt 36 Prozent auf 359 700 Wagen. Im vergangenen Jahr hatten die Japaner im ersten Quartal 571 700 Fahrzeuge auf dem US-Markt verkauft.

Jaguar: Minus 29 Prozent

Die vom indischen Konzern Tata Motors im vergangenen Jahr von Ford übernommene Jaguar-Land-Rover-Division meldete einen Rückgang um 29 Prozent auf Monatsbasis auf 3 422 Fahrzeuge.

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