Akzo Nobel
PPG erhöht das Übernahmeangebot

Am Dienstag findet die mit Spannung erwartete Hauptversammlung von Akzo Nobel statt. Kurz zuvor erhöht der US-Farbenhersteller PPG sein Gebot für den Rivalen noch einmal auf 26,9 Milliarden Euro.
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AmsterdamDer US-Farbenhersteller PPG Industries lässt in seinem Bemühen um eine Übernahme des niederländischen Rivalen Akzo Nobel nicht locker. PPG erhöhte seine Offerte für den Dulux-Hersteller am Montag auf 26,9 Milliarden Euro. Die Akzo-Aktie stieg daraufhin um fünf Prozent auf ein Rekordhoch.

Die Amsterdamer kündigten an, das neue Angebot zu prüfen. Zwei frühere Vorstöße von PPG hatten sie bereits zurückgewiesen. Akzos Management muss sich am Dienstag auf einer Aktionärsversammlung kritischen Fragen stellen. So fordert eine Gruppe um den Hedgefonds Elliott Advisors, dass Akzo mit PPG zumindest Sondierungsgespräche führen soll.

PPG erhöhte seine Offerte, die Bargeld und eigene Papiere beinhaltet, auf 96,75 Euro je Akzo-Aktie. Es handele sich um eine „letzte Einladung“, erklärte PPG-Chef Michael McGarry. Man sei zuversichtlich, damit die Aktionäre überzeugen zu können. Das neue Angebot entspricht einem Aufschlag von 50 Prozent auf den Aktienkurs im Vergleich zum 8. März. Am Tag darauf trat PPG erstmals an die Holländer heran und bot 80 Euro. Später wurde auf 90 Euro erhöht. Das Akzo-Management erklärte damals, der Preis sei zu niedrig. Zudem wäre es auch für Angestellte und Kunden vom Nachteil.

In der vergangenen Woche präsentierte Akzo schließlich einen Plan, mit dem Unabhängigkeit gerettet werden soll: Vorgesehen sind Sonderdividenden im Volumen von 1,6 Milliarden Euro. Zudem soll die Chemietochter entweder verkauft oder an die Börse gebracht werden. Mit beiden Schritten würde Akzo für PPG weniger attraktiv. Die Amerikaner begründen ihre Vorschläge mit Einsparungen von 750 Millionen Dollar.

Mit der neuen Offerte steigt nach Ansicht von Aktionären die Wahrscheinlichkeit, dass PPG doch noch zum Zuge kommt. Die Aktie legte am Montag um mehr als fünf Prozent auf gut 82 Euro zu.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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