Industrie
Alcan will bis Jahresende über deutsche Werke entscheiden

Bis zum Jahresende will der kanadische Aluminium- und Verpackungskonzern Alcan entscheiden, welche seiner Werke er im Zuge einer Fusion mit dem französischen Konkurrenten Pechiney verkauft.

HB PARIS/DÜSSELDORF. Alcan-Chef Travis Engen dem Handelsblatt (Mittwochausgabe): „Sobald die EU-Kommission der Übernahme zugestimmt hat, werden wir die Optionen eingehend prüfen und möglichst rasch entscheiden“. Alcan erwarte, dass die EU-Wettbewerbshüter den Verkauf von bis zu 5 % der Konzernaktivitäten zur Auflage für die Fusion mit Pechiney macht.

Eines der Werke, von dem sich Alcan trennen könnte, sei neben der Pechiney-Anlage im französischen Neuf-Brisach das Walzwerk Alu Norf bei Neuss, „das größte Walzwerk für Aluminium weltweit“, sagte Engen. Alcan hat der EU-Kommission angeboten, seinen 50%-Anteil an dem Werk zu verkaufen. Die andere Hälfte an Alu Norf hält seit zwei Jahren Hydro Aluminium. Die Tochter des norwegischen Mischkonzerns Norsk Hydro hatte 2001 die deutsche VAW Aluminium AG von Eon übernommen und besitzt seitdem ein Vorkaufsrecht für die restlichen Anteile von Alu Norf. Einen Stellenabbau als Folge des Übernahme sieht er aber nicht auf die deutschen Werke zukommen: „Alu Norf hat bereits einen Eigentümerwechsel hinter sich. Das ist ein hervorragender Standort". –und das gilt auch für Göttingen.“ In Göttingen werden die Bleche aus Norf weiterverarbeitet.

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