
FrankfurtDer erst im vergangenen Jahr von VW zu Opel gestoßene Vertriebschef Alfred Rieck verlässt den Rüsselsheimer Autobauer schon wieder. Rieck habe seine Ämter bei der Adam Opel AG auf eigenen Wunsch niedergelegt, teilte das Unternehmen am Freitag mit. „Wir respektieren Alfred Riecks Entscheidung und wünschen ihm für seine berufliche Zukunft alles Gute“, sagte Opel-Aufsichtsratschef Steve Girsky.
Zugleich sei Duncan Aldred zum kommissarischen Vice President Sales, Marketing & Aftersales für Opel/Vauxhall ernannt worden. Aldred übernehme diese Funktion zusätzlich zu seiner Position als Geschäftsführer von Vauxhall Motors.
„Duncan Aldred beweist mit seiner Arbeit Tag für Tag, dass unser Geschäftsplan funktioniert und dass unsere neuen, attraktiven Modelle der Schlüssel zum Erfolg sind“, sagte Girsky laut Mitteilung. Seit seiner Ernennung zum Managing Director von Vauxhall im Januar 2010 habe er erfolgreich am Aufbau der Marke Vauxhall gearbeitet und sie zur am schnellsten wachsenden Marke für Privatkunden im Vereinigten Königreich gemacht.
Das Opel-Management hatte seine Absichten für das Werk Bochum bereits im Juni in einem „Deutschland-Plan“ skizziert, der die Grundlage der Sanierung des verlustreichen Herstellers sein soll. Die Eckpunkte haben sich seitdem kaum verändert. Hier die wichtigsten Bestandteile.
Mit dem Auslaufen der aktuellen Generation des Familien-Vans Zafira voraussichtlich im Jahr 2016 endet die Fahrzeugproduktion im Traditionswerk Bochum. Beim Stellenabbau will Opel aber auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten, zumindest bis Ende 2016.
Die übrigen Opel-Werke könnten durch die Produktion für andere Automarken, etwa die Schwester Chevrolet, besser ausgelastet werden.
Nischenmodelle wie der Mini-SUV Mokka oder der Kleinwagen Adam sollen zusätzlichen Absatz bringen.
Über den Mutterkonzern General Motors will Opel wachsende Auslandsmärkte wie Russland oder die Türkei besser erschließen.
In der Zusammenarbeit mit dem Partner PSA Peugeot Citroën will GM für Opel Spareffekte nutzen, etwa in der Konstruktion oder womöglich sogar beim Bau von Fahrzeugen.
Rieck war erst seit Mitte 2012 Vorstand für Verkauf, Marketing und Aftersales beim Rüsselsheimer Autobauer. Vor Opel war er für Volkswagen in China tätig gewesen und hatte dort den Aufbau der Marke Seat vorangetrieben. Zuvor war er unter anderem Leiter von Skoda Deutschland und Verkaufsleiter für Luxusautos von VW in Wolfsburg.
Bei Opel war er bisher eher glücklos: Der Opel-Absatz in Deutschland fiel 2012 um 16 Prozent. Der nächste Ex-VW-Manager für Opel steht unterdessen schon bereit: Karl-Thomas Neumann wird wohl schon zum 1. März auf den Chefsessel des verlustreichen Herstellers wechseln. Neumann leitete zuletzt das Chinageschäft bei VW. Opel leidet massiv unter der Absatzkrise in Europa.
Generell geht es um die Frage, wie der kriselnde Hersteller mehr Autos verkaufen, Beschäftigung sichern und wieder Geld verdienen kann. Im Detail wird über neue Modelle, Motoren und Märkte, die Fertigung markenfremder Modelle wie Chevrolets in Opel-Werken sowie über Einsparungen gesprochen. Das Management will Produktionskosten senken, aber auch am Personal sparen. Nach aktuellen Stand sollen betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2016 und damit zwei Jahre länger als bisher festgelegt ausgeschlossen werden.
Jedenfalls nicht sofort. Das Management hatte angeboten, das Werk Bochum nicht wie ursprünglich angestrebt Anfang 2014 sondern erst mit dem Auslaufen der Zafira-Produktion zwei Jahre später zu schließen. Damit gewinnt der Standort Zeit. Die Hoffnung auf eine bessere Marktentwicklung bleibt erhalten.
Bei den Verhandlungen ging es auch um freiwillige Abfindungsprogramme und Vorruhestandsregelungen. So soll nach und nach sozialverträglich Beschäftigung abgebaut werden. Aktuell hat Opel nach Betriebsratsangaben noch etwa 38 000 Beschäftigte - nach der jüngsten Sanierung Ende 2010 waren es noch 40.000.
Zunächst verzichten die Mitarbeiter erneut auf Lohn. Von November an wird die jüngste Metall-Tariferhöhung von 4,3 Prozent erneut gestundet. Falls es eine Einigung über die Zukunft der deutschen Opel-Werke gebe, könnten die erneut gestundeten Millionen auch „in einer Gesamtkonzeption aufgehen“, sagt der Bochumer Betriebsratschef Rainer Einenkel. Wie das aussehen könnte, ist unklar. Kommt keine Einigung zustande, zahlt Opel das gestundete Geld nachträglich aus.
Glaubt man dem Unternehmen, wird die Zusammenarbeit mit Peugeot-Citroën keine Jobs bei Opel kosten. Selbst wenn die Partner eines Tages Autos nicht nur gemeinsam entwickeln sondern auch bauen sollten, dürfe das nicht auf Kosten des anderen gehen, betont GM-Vize und GM-Europachef Stephen Girsky: Keine Seite werde ihre Probleme zulasten der anderen lösen. Bei Opel könnten zudem schon 2016 Chevrolets vom Band laufen, um die Überkapazitäten zu senken.
Zwar wollen GM und PSA zunächst vier Fahrzeugplattformen gemeinsam entwickeln. Weder Betriebsrat noch Unternehmen sehen aber Jobs im Rüsselsheimer Entwicklungszentrum gefährdet. Vielmehr könnten die freigesetzten Kapazitäten genutzt werden, um wie versprochen die Entwicklung neuer Modelle voranzubringen.
Opel schreibt seit Jahren Verluste. Jetzt leidet der Hersteller zudem unter der aktuellen Absatzkrise in Europa. Im dritten Quartal schrieb GM in seinem Europageschäft einen Verlust von 500 Millionen Dollar. Für das Gesamtjahr wird ein Betriebsverlust von 1,5 bis 1,8 Milliarden Dollar erwartet.

Man geht aber auch weil man nicht einfach alleine GUT ist sondern WEIL MAN "ES SATT HAT" GEGEN SICH SELBST BLOKIERENDE TÜREN ANZUKLOPFEN und diese sich nicht öffnen lassen um sich sein Horizont erweitern zu lassen.
Nicht nur bei OPEL ist es so...
...auch ich bin nach 20 Jahren Betriebszugehörigkeit als Werker bei AUDI von selbst gegangen.
WENN MAN FÜR SEINEN ARBEITGEBER MEHR SICH EINSÄTZT ALS MAN ES FÜR SICH SELBST TUT UND DABEI EIN JAHR LANG GEMMOBT WIRD...da sagt man " ADE " und macht was Ihr wollt denn es wird euren eigenen Untergang sein.
Und dann ist es einem egal was aus einem wird, denn wenn man dort bleibt hat man dann wenn alle gehen müßen noch viel schwieriger einen nachfolgender Arbeitsplatz zu bekommen.
Außerdem ist bei " VW " wie leider nicht bei AUDI oder OPEL, alles BESTENS DURCHDACHT UND ORGANISIERT weshalb der Laden auch funktioniert.
Einem aus VW kommender Manager dürfte es daher sehr schwierig fallen sich an beispielsweise UNLOGISCHE GENERAL MOTORS VERTRIEBSSYSTEMATIKEN sich anzupassen wo man sofort erkennt wo die Fehler liegen aber von GM kein grünes Licht für Zeitgemäße änderungen erlaubt sind.
DA GEHT MAN ...und denkt...
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