Alfred Rieck geht: Opel muss sich neuen Vertriebschef suchen

Alfred Rieck geht
Opel muss sich neuen Vertriebschef suchen

Schluss nach nur wenigen Monaten: Vertriebschef Alfred Rieck hat seine Ämter beim kriselnden Autobauer Opel niedergelegt. Erst Mitte 2012 hatte Rieck dort seinen Job angetreten. Kommissarisch übernimmt ein Brite.
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FrankfurtDer erst im vergangenen Jahr von VW zu Opel gestoßene Vertriebschef Alfred Rieck verlässt den Rüsselsheimer Autobauer schon wieder. Rieck habe seine Ämter bei der Adam Opel AG auf eigenen Wunsch niedergelegt, teilte das Unternehmen am Freitag mit. „Wir respektieren Alfred Riecks Entscheidung und wünschen ihm für seine berufliche Zukunft alles Gute“, sagte Opel-Aufsichtsratschef Steve Girsky.

Zugleich sei Duncan Aldred zum kommissarischen Vice President Sales, Marketing & Aftersales für Opel/Vauxhall ernannt worden. Aldred übernehme diese Funktion zusätzlich zu seiner Position als Geschäftsführer von Vauxhall Motors.

„Duncan Aldred beweist mit seiner Arbeit Tag für Tag, dass unser Geschäftsplan funktioniert und dass unsere neuen, attraktiven Modelle der Schlüssel zum Erfolg sind“, sagte Girsky laut Mitteilung. Seit seiner Ernennung zum Managing Director von Vauxhall im Januar 2010 habe er erfolgreich am Aufbau der Marke Vauxhall gearbeitet und sie zur am schnellsten wachsenden Marke für Privatkunden im Vereinigten Königreich gemacht.

Rieck war erst seit Mitte 2012 Vorstand für Verkauf, Marketing und Aftersales beim Rüsselsheimer Autobauer. Vor Opel war er für Volkswagen in China tätig gewesen und hatte dort den Aufbau der Marke Seat vorangetrieben. Zuvor war er unter anderem Leiter von Skoda Deutschland und Verkaufsleiter für Luxusautos von VW in Wolfsburg.

Bei Opel war er bisher eher glücklos: Der Opel-Absatz in Deutschland fiel 2012 um 16 Prozent. Der nächste Ex-VW-Manager für Opel steht unterdessen schon bereit: Karl-Thomas Neumann wird wohl schon zum 1. März auf den Chefsessel des verlustreichen Herstellers wechseln. Neumann leitete zuletzt das Chinageschäft bei VW. Opel leidet massiv unter der Absatzkrise in Europa.

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  • Diese Traditons Mark darf nicht sterben.

  • Der Opel on dort heisst der nicht Kia?

  • Opel in seiner heutigen Form wird sterben. ES ist für GM sinnlos da Opel nie mehr Gewinne machen kann. Es fehlt ein Augleich für die teure Produktion in Deutschland. Bei VW werden die meisten Golf (Jetta ist auch ein Golf) in Mexiko gebaut. Opels Billigprodukion könnte Korea sein aber den Vorteil zieht sich GM . Also wird es nur eine frage der Zeit sin bis die gesamte Opel Produktion geschlossen ist. Es besteht nur ein Problem dem Verbraucher klar zu machen das der Opel jetzt aus Korea kommt.

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