Alle acht Konzernmarken legen
VW verkauft erstmals über 6 Millionen Autos

Hohe Zuwächse in China, Brasilien und Russland haben Europas größtem Autohersteller Volkswagen 2007 einen Absatzrekord beschert. Der Wolfsburger Autobauer brachte weltweit erstmals mehr als sechs Mill. Fahrzeuge an Kunden. Und Konzernchef Winterkorn gibt bereits neue Ziele vor.

HB DETROIT. Während die Auslieferungen auf dem Heimatmarkt Deutschland schrumpften, kletterten die Verkaufszahlen in China, Brasilien und Russland um hohe zweistellige Prozentsätze. Konzernchef Martin Winterkorn stellte am Sonntag auf der US-Automesse in Detroit bereits einen weiteren Verkaufsanstieg im laufenden Jahr in Aussicht. Ob das Wachstum wieder bei acht Prozent liegen werde, könne er nicht sagen. Sein für 2007 vorgezogenes Ziel eines Vorsteuergewinns von mindestens 5,1 Mrd. Euro hat der Autokonzern Winterkorn zufolge nach bisheriger Schätzung erreicht.

Konzernweit wurden 6,2 Mill. Autos an die Kunden ausgeliefert. Die Kernmarke VW steigerte dabei ihren Absatz um fast acht Prozent auf 3,66 Mill. Fahrzeuge und erzielte damit ebenfalls einen Rekord. Auch die anderen sieben Marken legten zu. Die VW -Schwester Audi setzte 964 200 Fahrzeuge ab. Das waren 6,5 Prozent mehr als zuvor und bedeutete den zwölften Absatzrekord der Ingolstädter in Folge. Die tschechische Marke Skoda legte sogar um 14,6 Prozent auf 630 000 Fahrzeuge zu. Lediglich einen marginalen Zuwachs erzielte dagegen die spanische Marke Seat, deren Verkäufe sich um 0,4 Prozent auf 431 000 Einheiten erhöhten. Deutlich höher fiel der Zuwachs der VW -Nutzfahrzeugsparte mit 10,7 Prozent auf 488 700 Einheiten aus.

Auch bei den Luxusmarken konnte der Absatz durchwegs gesteigert werden. Bentley schaffte abermals einen Rekord und übersprang mit 10 014 Fahrzeugen (plus 6,7 Prozent) erstmals die 10 000er-Marke. Die italienische Sportwagenmarke Lamborghini steigerte sich um 14,8 Prozent auf 2 400 Fahrzeuge. Von dem Luxussportwagen Bugatti mit 1001 PS wurden 81 Exemplare ausgeliefert, fast doppelt so viele wie im Vorjahr.

Auf einen Standort für ein neues Werk im Dollar-Raum hat sich der Konzern noch nicht festgelegt. Derzeit würden Möglichkeiten sowohl in den USA als auch in Mexiko und Kanada untersucht, sagte Winterkorn. Einen Werksbau an der Westküste der USA schloss er bereits aus. In Medien war spekuliert worden, Volkswagen könne dem Beispiel von BMW folgen und ein Werk nahe der Ostküste errichten. Der Münchner Autokonzern produziert in einem Werk in Spartanburg in South Carolina. VW will im laufenden Jahr über einen Standort entscheiden.

Europas größter Autohersteller beliefert den wichtigen US-Markt bisher aus seiner Fabrik in Mexiko sowie aus Europa. Wegen des schwachen Dollar-Kurses reißen Exporte aus dem Euro-Raum Löcher in die Konzernbilanz.

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