Alle drei Standorte sollen erhalten bleiben
Der deutsche Werftenverbund nimmt Gestalt an

Die Thyssen-Krupp Technologies (TK Technologies) und der US-Finanzinvestor One Equity Partners (OEP) haben auf die Struktur eines neuen Werftverbundes verständigt. „Alle vorhandenen Standorte bleiben erhalten“, sagte TK-Technologies-Chef Olaf Berlien am Freitag.

HAMBURG/DÜSSELDORF. Dazu zählen die Howaldswerke-Deutsche Werft AG (HDW) in Kiel, die Blohm + Voss GmbH in Hamburg sowie die Emdener Thyssen Nordseewerke GmbH (TNSW). Im Zuge der Fusion sollen sich die Werften aber auf ihren industriellen Schwerpunkt fokussieren.

Konkret heißt dies, dass künftig in Hamburg und Emden Überwasser-Marineschiffe – Fregatten und Korvetten – gebaut werden. Zusätzlich baut Emden Handelsschiffe. Hamburg wird Standort für den Bau von Großyachten. Außerdem bleibt das Reparaturgeschäft vor Ort. Alle U-Boot-Aktivitäten werden in Kiel gebündelt. Für die HDW-Werften Kockums in Schweden sowie Hellenic Shipyards in Griechenland ändert sich nichts. Als Namen für den Verbund sollen sich die Partner auf European Marine Systems AG geeinigt haben.

Bisher kooperieren die deutschen Werften zwar bei großen Marineaufträgen und teilen sich die Arbeit, doch halten sie zudem die Fähigkeiten für den Bau anderer Schiffstypen an ihren Standorten vor. Die Bündelung reduziere nun auch den Logistikaufwand maßgeblich, heißt es bei TK-Technologies. Die Partner hoffen, dass die Fusionsverträge bis Ende September unterzeichnet werden können. Vorbehaltlich der Zustimmung der Aufsichtsgremien und Behörden wird mit dem Vollzug bis Jahresende gerechnet.

An der Werftengruppe sollen TK Technologies mit 75 Prozent und OEP mit 25 Prozent beteiligt sein. Dem Vernehmen nach übernimmt TK-Technologies-Vorstand Klaus Borgschulte die Führung des Verbundes. OEP erhält vom neuen Unternehmen, über dessen Namen und Sitz noch keine Einigung erzielt ist, zusätzlich 220 Mill. Euro in bar. Industriekreise rechnen auf Grund der Fusion mit jährlichen Einsparungen von 50 Mill. Euro und dem Abbau von 300 Arbeitsplätzen. Dies allerdings unter der Voraussetzung, dass alle drei Werften zuvor ihre bestehenden personellen Überkapazitäten abgebaut haben.

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