Allerdings belasten einmalige Abschreibungen
Gerresheimer legt kräftig zu

Der Verpackungshersteller Gerresheimer hat im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahrs kräftig zugelegt. Von Juni bis August sei der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen um 14 Prozent auf 50,3 Millionen Euro gestiegen, teilte das Düsseldorfer Unternehmen mit.

HB DÜSSELDORF. Der Spezialglas- und Kunststoffhersteller Gerresheimer hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2007/08 (per Ende August) von einer Expansion im Pharma- und Life-Science-Segment profitiert und den Umsatz sowie den operativen Gewinn gesteigert. Unter dem Strich rutschte der Düsseldorfer SDAX-Konzern im Zeitraum zwischen Juni und August allerdings tiefer in die roten Zahlen. Den Nettoverlust von 22,8 Mio. Euro führte Gerresheimer vor allem auf den Start des Verkaufsprozesses für das Segment Technische Kunststoffe zurück, der zu einer Abschreibung von 33,0 Mio. Euro führte.

Der erwartete Kaufpreis des Geschäftssegments werde – auch unter Berücksichtigung des sich abzeichnenden Abschwungs in der Automobilindustrie - die Buchwerte der diesem Segment zuzuordnenden Vermögenswerte und Schulden voraussichtlich nicht decken, begründete das Unternehmen die Wertkorrektur. Die Analysten der WestLB zeigten sich von der Höhe der Abschreibung überrascht; selbst hatten sie mit einer Wertkorrektur von 10 Mio. bis 15 Mio. Euro gerechnet.

Das um diesen Sondereffekt bereinigte Konzernergebnis hat sich nach Angaben von Gerresheimer im dritten Quartal allerdings mehr als verdoppelt – auf 16,5 Mio. Euro von zuvor 7,4 Mio. Euro. Auf operativer Ebene verzeichnete der Zulieferer für die Pharma- und Kosmetikindustrie einen Gewinnzuwachs um 14,1 Prozent auf 50,3 Mio. Euro. Der Umsatz legte im dritten Quartal um 7,2 Prozent auf 268 Mio. Eruo zu.

Zum Umsatz- und EBITDA-Zuwachs trug vor allem der Geschäftsbereich „Tubular Glasses“ bei. Hauptwachstumstreiber in diesem Bereich seien mit einem 54-prozentigen Absatzzuwachs Ready-to-Fill-Spritzensysteme gewesen, hieß es von Gerresheimer. Außerdem verzeichne der Geschäftsbereich kontinuierlich steigende Umsätze auf dem amerikanischen Markt für Pharma-Fläschchen sowie deutliche Zuwächse in China. Das „Tubular Glasses“-Segment war im dritten Quartal damit für 29 Prozent des Gesamtumsatzes des Konzerns und 35 Prozent des EBITDA verantwortlich.

„Die regionale Diversifizierung trägt also ihre Früchte“, sagte der Gerresheimer-Vorstandsvorsitzende, Axel Herberg. Wegen der Auslastung der Produktionskapazitäten für Ready-to-Fill-Spritzensysteme kündigte der Manager „erhebliche“ Investitionen in diesen Bereich an. Anfang 2009 soll eine dritte Produktionslinie in Betrieb genommen werden.

Auch künftig will Gerresheimer den eingeschlagenen Weg weitergehen und sich auf die Märkte Pharma & Life Science konzentrieren. Denn vor allem in diesem Marktsegment könne mit einem nachhaltigen und profitablen Wachstum gerechnet werden, so das Unternehmen. Eine „solide und langfristig angelegte Finanzstruktur“ ermögliche es, auch in Zukunft „konsequent schwerpunktmäßig“ in diese Kernmärkte zu investieren.

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