Allerdings Produktionsdrosselung in Deutschland
VW legt in China zweistellig zu

Volkswagen hat in China in den ersten neun Monaten einen zweistelligen Absatzzuwachs erzielt. Schlechte Nachrichten kommen dagegen aus Deutschland: Die VW-Tochter Auto 5000 kürzt laut eines Zeitungsberichtes die Produktion des Touran. Damit widerspricht der Konzern seiner Aussagen von Dienstag.

HB DÜSSELDORF. Die Volkswagen Group China habe von Januar bis September 772 783 Fahrzeuge auf dem chinesischen Festland, Hongkong und Macau verkauft, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Peking mit. Dies entspreche einem Zuwachs von 13,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Die Verkäufe der Marke Volkswagen zogen um 7,5 Prozent auf 637.857 an. Audi setzte mit 89.715 Autos 19,2 Prozent mehr ab und Skoda verkauft mit 44.829 Autos 218,1 Prozent mehr Autos als im Jahr zuvor. Darüber hinaus verkaufte Volkswagen 209 Bentleys und 73 Lamborghinis in China.

Der Konzern hat in dem Land zwei Gemeinschaftsunternehmen - Shanghai Volkswagen und FAW-Volkswagen. Bis zum Jahresende will VW eine Million Fahrzeuge in China verkauft haben.

Schlechter sieht es dagegen im Heimatland aus: Entgegen der Ankündigungen vom Dienstag, muss VW nun doch die Produltion drosseln – so wie die meisten anderen deutschen Hersteller auch. Die VW-Tochter Auto 5000 drosselt offenbar die Produktion des Touran. Wie die „Braunschweiger Zeitung berichtet, sollen statt der ursprünglich geplanten 156 000 Einheiten in diesem Jahr nur noch 138 000 Touran gebaut werden, Grund sei eine sinkende Nachfrage.

Die Auto 5000 GmbH produziert auch das Modell Tiguan. Die Nachfrage danach sei so groß, dass die Kunden je nach Ausstattung immer noch sechs bis zwölf Monate auf ihr Auto warten müssten. Das Tarif-Modell Auto 5000 war im Jahr 2001 als Projekt zur Einstellung von Langzeitarbeitslosen vereinbart worden. Die Mitarbeiter sind im Vergleich zum Haustarif schlechter gestellt.

Am Dienstag hatte ein Konzernsprecher gesagt, dass derzeit keine Produktionskürzungen bei VW geplant seien. Der VW-Konzern habe sich in dem schwierigen Marktumfeld bislang erfolgreich behauptet. Es gebe genügend „Flexibilisierungsmöglichkeiten, um erforderliche Anpassungen in der Produktion vornehmen zu können“. Wegen sinkender Absatzzahlen und der Sorge vor einer Verschlimmerung der Lage hatten einige Autobauer in dieser Woche angekündigt, ihre Produktion zu drosseln.

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