Allergan vor Übernahme durch Pfizer Botox-Hersteller geht mit Umsatzsprung in die Fusion

Allergan hat im vergangenen Quartal einen Umsatzsprung verzeichnet. Umsatztreiber waren das Anti-Falten-Mittel Botox und die Augentropfen Restasis. Der Pfizer-Deal soll in der zweiten Jahreshälfte abgeschlossen werden.
Pfizer übernimmt den Botox-Hersteller für rund 160 Milliarden Dollar. Quelle: AP
Allergan

Pfizer übernimmt den Botox-Hersteller für rund 160 Milliarden Dollar.

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BangaloreDer Botox-Hersteller Allergan geht mit einem Umsatzsprung in die Fusion mit dem Viagra-Produzenten Pfizer. Die Erlöse kletterten im Schlussquartal 2015 um fast drei Viertel auf 4,2 Milliarden Dollar, wie der Pharmakonzern am Montag mitteilte. Damit wurden die Analystenerwartungen leicht übertroffen. Dazu trugen unter anderem die US-Marken wie das Anti-Falten-Mittel Botox oder die Augentropfen Restasis bei. Sie machen mehr als die Hälfte der gesamten Umsätze aus.

Pfizer übernimmt Allergan für rund 160 Milliarden Dollar. Es ist die größte Fusion aller Zeiten in der Pharmabranche. Der neue Konzern steuert auf jährliche Umsätze von mehr als 60 Milliarden Dollar zu und dürfte damit Novartis aus der Schweiz vom Spitzenplatz des weltgrößten Herstellers verschreibungspflichtiger Medikamente verdrängen. Der Deal soll in der zweiten Hälfte 2016 abgeschlossen werden.

Pfizer ist mit einem Jahresumsatz von fast 49 Milliarden Dollar zwar groß, aber trotzdem in der Defensive : Seit einiger Zeit haben die Amerikaner keinen wirklichen Kassenschlager mehr hervorgebracht. Pfizer will vom Allergan-Wachstum profitieren und den Konzernsitz im Rahmen der Fusion nach Irland verlagern, wo die Steuern für Unternehmen niedriger sind.

Die größten Pharmakonzerne der Welt
Platz 20: Astellas
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Gemessen am reinen Pharmaumsatz ist Astellas die Nummer zwei der japanischen Pharmaindustrie. Der Schwerpunkt liegt auf Transplantationsmedizin, Onkologie und Antiinfektiva. Die Japaner kamen im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 11,1 Milliarden Dollar.

Platz 19: Boehringer
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Das Labor von Boehringer Ingelheim: Der zweitgrößte deutsche Pharmakonzern ist fest in Familienhand. Die Schwerpunkte liegen auf Mittel gegen Atemwegserkrankungen wie etwa das Lungenmittel Spiriva. Ein weiteres bekanntes Mittel ist Pradaxa, das zur Thrombose-Prävention eingesetzt wird. Geschätzter Umsatz 2015: 12,6 Milliarden Dollar.

Platz 18: Takeda
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Takeda ist der größte japanische Pharmahersteller und bietet Mittel in verschiedenen Therapiegebieten. Die Japaner haben sich 2014 durch die Fusion mit Nycomed deutlich vergrößert und kamen voriges Jahr auf einen Pharmaumsatz von 13,8 Milliarden Dollar.

Platz 17: Allergan
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Allergan hieß früher einmal Actavis und ist unter anderem Hersteller von Botox. 2015 machte das Unternehmen einen Umsatz von 15,1 Milliarden Dollar.

Platz 6: Bayer
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Der größte deutsche Pharmakonzern hat sich im Gegensatz zu dem Jahr 2015 um ganze zehn Platze verbessern können. Der Umsatz 2017: 43,1 Milliarden Dollar. Top-Produkte sind beispielsweise der Gerinnungshemmer Xarelto und das Augenmedikament Eylea.

Platz 15: Novo Nordisk
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Die Produktion von Langzeitinsulin der Firma Novo Nordisk: Der dänische Arzneihersteller ist einer der weltweit führenden Anbieter von Mitteln gegen Diabetes. Er kam im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 16,1 Milliarden Dollar.

Platz 14: Bristol-Myers Squibb
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Der New Yorker Konzern hat seinen Schwerpunkt bei Mitteln gegen HIV und in der Immunologie, aber auch in der Onkologie. Der Pharmaumsatz lag 2015 bei 16,6 Milliarden Dollar.

Hohe Forschungskosten und der Ablauf von Patenten auf lukrative Medikamente heizen seit geraumer Zeit das Übernahmefieber in der Pharmabranche an. Auch Allergan ist gerade erst durch eine 66 Milliarden Dollar schwere Übernahme des gleichnamigen US-Konzerns durch den irischen Konkurrenten Actavis entstanden. Wegen Akquisitionskosten fiel bei Allergan im vierten Quartal ein Verlust von 700 Millionen Dollar an.

  • rtr
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