Allianz nimmt Angebot an
Größter Schering-Aktionär verkauft an Bayer

Der Leverkusener Chemie- und Pharmakonzern Bayer hat sich die Anteile des größten Schering-Aktionärs des Münchener Versicherungsriesen Allianz, gesichert.

HB FRANKFURT. Die Allianz habe ihre rund elf Prozent an Schering am Donnerstag angedient, teilte Bayer am Freitag mit. "Dies ist ein Signal auch an die übrigen Aktionäre", sagte Bayer-Chef Werner Wenning. "Wir sind überzeugt, dass die Übernahme von Schering erfolgreich abgeschlossen wird", ergänzte er. Mit den Anteilen der Allianz hat Bayer 39,21 Prozent an Schering sicher.

Damit die Übernahme zu Stande kommt, müssen 75 Prozent der Schering-Aktionäre bis zum 14. Juni ihre Papiere einreichen. Bayer will in der größten Übernahme seiner gut 140-jährigen Firmengeschichte den Berliner Rivalen Schering für insgesamt 16,5 Milliarden Euro übernehmen und bietet dessen Aktionären 86 Euro je Aktie. Der Traditionskonzern hat von den Kartellbehörden in den USA und in Europa bereits grünes Licht für die Übernahme erhalten.

Das Angebot an die Aktionäre läuft am 14. Juni aus. Eine weitere Verlängerung der Angebotsfrist sei nach deutschem Recht nicht möglich. Der Konkurrent BASF hatte in den USA bei seinem Vorstoß zum Kauf des US-Katalysatoren-Spezialisten Engelhard seine Offerte mehrmals angehoben und verlängert. Die im Deutschen Aktienindex Dax notierte Bayer-Aktie lag am Freitag in einem etwas schwächeren Gesamtmarkt 1,2 Prozent im Minus bei 34,44 Euro.

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