Alno-Konzern will 2004 wieder schwarze Null schreiben
Whirlpool steigt bei Küchenhersteller Alno ein

Der US-Elektrogeräteriese Whirlpool steigt mit 10 % beim schwäbischen Küchenhersteller Alno ein. Zudem sei vereinbart worden, dass Whirlpool künftig Elektrogeräte der Marke Bauknecht für Einbauküchen von Alno (Pfullendorf) und Casawell (Enger) liefern werde, sagte Alno-Vorstandschef Frank Gebert in Stuttgart. Zugleich gab Whirlpool in den USA einen Gewinnanstieg bekannt.

HB/dpa STUTTGART/BENTON HARBOR. Bereits vergangene Woche hatte Alno die Übernahme des westfälischen Konkurrenten Casawell von Whirlpool bekanntgegeben. Durch den Zusammenschluss von Alno (Impuls, pino) und Casawell (Tielsa, Wellmann) entsteht ein Konzern mit einem Jahresumsatz von 685 Mill. €, 3000 Beschäftigten und 21 % Marktanteil in Deutschland. Allerdings schreiben beide Partner seit Jahren tiefrote Zahlen.

Seit Bekanntgabe der Casawell-Übernahme ist die Alno-Aktie im Xetra-Handel binnen einer Woche um 180 % auf rund 4,60 € hochgeschossen.

Whirlpool beteiligt sich mit 10 % am Grundkapital der defizitären Alno AG, das kürzlich um 20 Mill. € aufgestockt worden war. 2004 will der Alno-Konzern wieder in die Nähe einer schwarzen Null kommen. Zusammenlegungen in Produktion, Einkauf und Vertrieb sollen sich jährlich mit zweistelligen Millionenbeträgen positiv auf das Ergebnis auswirken. Einen Stellenabbau schloss der Alno-Chef nicht aus. „Es wird aber keine sozialen Härten geben.“ Der schwäbische Möbelbauer hatte 2002 die Zahl seiner Beschäftigten um fast 500 auf 1 900 reduziert.

Der weltgrößte Haushaltsgerätehersteller gab zugleich bekannt, er habe im zweiten Quartal dieses Jahres seinen Gewinn mit Hilfe von Kostenkontrollen und neuen Produkten um 49,2 % erhöht. Besonders das Europageschäft sei gut gelaufen. Die US-Gesellschaft verdiente 94 Mill. Dollar (82 Mio Euro). Der Gewinn pro Aktie legte auf 1,35 (2002: 0,91) Dollar zu, wie die Whirlpool Corporation mit Sitz in Benton Harbor (Michigan) am Donnerstag mitteilte. Die Wall Street hatte einen Gewinn von 1,31 Dollar je Aktie erwartet.

Der Quartalsumsatz erhöhte sich um neun Prozent auf drei Mrd. Dollar. Klammert man Wechselkursveränderungen und den Zukauf einer polnischen und mexikanischen Gesellschaft aus, ist der Umsatz in der Berichtszeit allerdings nur um zwei Prozent gestiegen.

Der Halbjahresumsatz erhöhte sich auf 5,7 (5,3) Mrd. Dollar. Der Halbjahresgewinn betrug 185 Mill. Dollar oder 2,67 Dollar je Aktie gegenüber einem Verlust von 465 Mill. Dollar oder 6,68 Dollar je Aktie im Januar-Juni-Abschnitt des Vorjahres.

Whirlpool legte in Nordamerika, Asien und Europa zu, während der Umsatz in Lateinamerika im zweiten Quartal stagnierte. Der europäische Umsatz stieg um 23,7 % auf 628 Mill. Dollar. Unter Ausklammerung von Wechselkursveränderungen betrug der europäische Umsatzzuwachs allerdings nur rund zwei Prozent. Der operative Gewinn sei in Europa durch Produktivitätsverbesserungen und Absatzsteigerungen gestiegen, obwohl sich Preisabschläge bemerkbar machten. Whirlpool erwarte für das zweite Halbjahr einen Gewinn von 5,90 Dollar bis 6,10 Dollar, erklärte Whitman.

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