Altana-Anteil wird aufgestockt
Susanne Klatten sortiert ihr Vermögen um

Die Milliardärin Susanne Klatten will Altana für rund 910 Millionen Euro komplett übernehmen. Ein weiterer Beleg dafür, dass die Quands die Krise offenbar dazu nutzen, ihre Beteiligungen neu zu sortieren. Da stellt sich die Frage, was die Familie Quandt mit ihrer Beteiligung an BMW vorhat.

gie DÜSSELDORF. Die Quandt-Erbin besitzt über ihre Gesellschaft Skion bereits 50,1 Prozent an dem Weseler Unternehmen. Skion strebt nach eigenen Angaben eine "deutliche Erhöhung" der Beteiligung an. Details zu der Offerte sollen im November veröffentlicht werden. Die im Nebenwerteindex MDax notierte Altana-Aktie war am Mittwoch mit 9,39 Euro aus dem Handel gegangen. Klatten ist auch Großaktionärin des Münchener Autobauers BMW.

Der Spezialchemiekonzern will die Übernahmeofferte seiner Großaktionärin vorerst nicht kommentieren. "Vorstand und Aufsichtsrat werden das Angebot genau prüfen, wenn es vorliegt", sagte ein Altana-Sprecher am Donnerstag. Danach werde das Unternehmen eine Stellungnahme abgeben. Altana sei unmittelbar vor der Veröffentlichung der Ankündigung telefonisch informiert worden. Die Veröffentlichung der Angebotsunterlage werde voraussichtlich noch im November erfolgen, teilte Kion weiter mit.

"Wir streben abhängig von der erreichten Beteiligungshöhe ein Delisting von Altana an", sagte ein Skion-Sprecher. Die Milliardärin, die auch Großaktionärin des Münchener Autobauers BMW ist, stehe hinter dem Vorstand und dessen Strategie. Auch am Firmensitz in Wesel am Niederrhein, an den Standorten und den Beschäftigungsbedingungen soll sich nichts ändern.

Der Spezialchemiekonzern hat bereits einen massiven Umbau hinter sich. Altana hatte nach herben Entwicklungsrückschlägen seine Pharmasparte für rund 4,7 Milliarden Euro verkauft. Dafür hatte Klatten eine milliardenschwere Dividende erhalten. Altana erklärte, das Unternehmen sei erst kurzfristig über die Plänevon Klatten informiert worden. "Grundsätzlich steht der Vorstand der Altana AG einem Erwerbsangebot durch die Kion GmbH daher offen gegenüber", sagte Altana-Chef Matthias Wolfgruber aber.

Einzige Bedingung von Klattens Angebots sei, dass der Dow Jones Eurostoxx 50 Index am Ende des letzten Tages der Annahmefrist einen Stand von über 1900 Punkten hat. Mit einem Abschluss der Transaktion rechnet Skion noch in diesem Jahr.

Das Vorgehen Susanne Klattens passt zu dem ihres Bruders, Stefan Quandt: Dessen Holding, die hatte am Sonntag angeboten, den luxemburgischen Speditionskonzern Logwin vollständig zu übernehmen. Bisher hält die Holding 53,7 Prozent des Logwin-Kapitals.

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