Altlasten
Kellinghusen räumt bei Alno auf

Der neue Alno-Vorstandschef Georg Kellinghusen greift bei Deutschlands größtem Küchenhersteller hart durch. „Wir stellen jetzt operativ alle Strukturen und Prozesse auf den Prüfstand, um künftig wieder profitabel zu wachsen“, sagte Kellinghusen.

HB STUTTGART. Der Ex-Finanzchef von Escada und zuletzt Vorstandschef des Puppenherstellers Zapf will die Kosten um 25 Mill. Euro senken. 300 Stellen sollen gestrichen werden, davon 180 in der Verwaltung.

Kellinghusen war im März gekommen und hatte erst im April einen Machtkampf gegen seinen Vorgänger Frank Gebert gewonnen. Wie häufig bei Chefwechseln packt der neue noch alles in die Bilanz, die der Vorgänger zu verantworten hat. „Das Ergebnis wurde im Wesentlichen durch die Bereinigung bilanzieller Altlasten, aber auch durch gestiegene Materialkosten belastet“, betont Kellinghusen. Alno rutschte so 2006 bei einer leichten Umsatzsteigerung auf 615 Mill. Euro mit 14 Mill. Euro in die Verlustzone, nach noch ausgeglichenem Ergebnis im Jahr 2005. Sowohl Umsatz wie Gewinn bereinigte Alno um den im April erfolgten Verkauf der defizitären Geba Möbelwerke mit 16 Mill. Euro Umsatz.

Kellinghusen verweist aber auch ausdrücklich auf Strukturschwächen innerhalb des Konzerns. Die Nachfrage nach Küchen hängt eng mit dem Wohnungsbau zusammen. Alno konnte damit nicht von der anziehenden Baukonjunktur profitieren. In dieser Situation will der neue Alno-Vertriebschef Stefan Popp sogar ab dem 1. Juli die Preise um drei Prozent erhöhen. Alno soll ab 2008 wieder profitabel werden und strebt eine Umsatzrendite vor Steuern von „mindestens fünf Prozent“ an.

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