Alu-Konzern
Preisrutsch drückt den Rusal-Gewinn

Massiver Gewinneinbruch beim Aluminiumriesen Rusal: Die schwache Konjunktur hat den russischen Konzern belastet, das Ergebnis ist im ersten Quartal um 84 Prozent geschrumpft. Um die Führung entfacht ein neuer Machtkampf.
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MoskauDie abgeschwächte Weltkonjunktur hat beim russischen Aluminium-Giganten UC Rusal zu einem Ergebniseinbruch geführt. Der weltweite Branchenprimus und Alcoa-Konkurrent meldete am Montag für das erste Quartal einen um 84 Prozent auf umgerechnet 74 Millionen Dollar geschrumpften Gewinn. Das Unternehmen bekam insbesondere die gefallenen Aluminiumpreise infolge einer Nachfrageabkühlung zu spüren.

Das schlechtere Ergebnis dürfte den Machtkampf zwischen dem Hauptaktionär Oleg Deripaska und seinem Rivalen, dem Milliardär Viktor Wekselberg, um die Beteiligungs-Politik neu entfachen. Deripaska lehnt Forderungen ab, den 25-Prozent-Anteil am weltgrößten Nickel- und Palladium-Produzenten Norilsk Nickel zu verkaufen.

Die unsicheren Aussichten der Weltwirtschaft dürften die Metallmärkte aus Sicht von Rusal auf absehbare Zeit belasten. Analysten gehen zudem davon aus, dass die Gewinne durch den im Vergleich zum Dollar starken Rubel und den hohen Ölpreis weiter unter Druck geraten werden.

Als Folge der gestiegenen Nachfrage in den USA hatte Alcoa die Märkte im April mit einem Quartalsgewinn überrascht, nachdem die Amerikaner im ersten Vierteljahr 2011 rote Zahlen geschrieben hatten. An der Hongkonger Börse fiel der Kurs der Rusal-Aktie nach Bekanntgabe der Zahlen um 2,6 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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