Aluminium
Alcoa benötigt Kapitalspritze

Die Wirtschaftskrise setzt dem US-Aluminiumkonzern Alcoa immer stärker zu. Der deutsche Vorstandschef Klaus Kleinfeld kündigte gestern neben einem verschärften Sparkurs auch eine drastische Kürzung der Dividende sowie eine Kapitalerhöhung in Milliardenhöhe an.

DÜSSELDORF. Das kam an der Börse gar nicht gut an. Zu Handelsbeginn in New York brach der Alcoa-Kurs um elf Prozent auf 5,40 Dollar ein. Der traditionsreiche Konzern, der 2008 noch einen Umsatz von 26,9 Mrd. Dollar und ein operatives Ergebnis (Ebit) von 2,1 Mrd. Dollar erwirtschaftet hat, kommt inzwischen nur noch auf einen Börsenwert von 4,3 Mrd. Euro.

Allerdings hatte Alcoa bereits im vergangenen Jahr unter dem Strich einen Verlust von 74 Mio. Dollar eingefahren, insbesondere wegen einmaliger Aufwendungen für den Abbau von 13 500 der insgesamt 87 000 Stellen weltweit und der Stilllegung von Werken. Und die Talfahrt hält an: Wie aus den Unterlagen für die US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht, erwartet Alcoa für das zweite Quartal 2009 einen Verlust. Analysten prognostizieren auch für die Monate Januar bis März ein Minus vor Einmaleffekten von 700 Mio. Dollar.

Grund ist der starke Einbruch der Aluminiumnachfrage und ein Preisrutsch von 54 Prozent allein im vergangenen Jahr. Das Leichtmetall wird vor allem im Automobilbau, der Luftfahrt und bei Hausgeräten eingesetzt. Dem früheren Siemens-Chef Kleinfeld, der seit Oktober 2007 an der Alcoa-Spitze steht, bleibt deshalb keine andere Wahl, als auch einen Sanierungsbeitrag der Aktionäre einzufordern.

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