Aluminium-Konzern
Rusal erleidet massiven Gewinneinbruch

Von 779 auf 37 Millionen Dollar: Im Vergleich zum Vorjahr ist der Gewinn beim größten Aluminium-Produzenten der Welt drastisch gesunken. Bis zum Jahresende will das Unternehmen deshalb die Produktion senken.
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Hongkong Der größte Aluminium-Produzent der Welt, der russische Konzern Rusal, drosselt wegen eines drastischen Gewinneinbruchs seine Produktion. Von Januar bis Juni habe Rusal einen Nettogewinn von 37 Millionen Dollar (29,6 Millionen Euro) gemacht, nach 779 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum sei dies ein Rückgang um 95,25 Prozent, teilte das an der Börse in Hongkong notierte Unternehmen am Montag mit. Der Umsatz sei um 9,66 Prozent auf 5,71 Milliarden Dollar zurückgegangen. Bis zum Jahresende werde Rusal die Produktion deshalb um bis zu 150.000 Tonnen senken.

Die anhaltenden finanziellen Probleme in der Eurozone und das hinter den Erwartungen zurückgebliebene Wachstum in den Schwellenländern hätten zu einer weiteren Schwächung der weltweiten wirtschaftlichen Erholung geführt, erklärte Firmenchef Oleg Deripaska. Vor allem im zweiten Quartal 2012 habe sich dadurch der Druck auf die Aluminiumindustrie erhöht.

Mittelfristig werde die Lage vermutlich schwach bleiben, er erwarte aber eine steigende Nachfrage vor allem aus Nordamerika und Asien, erklärte der Rusal-Chef. Vergangene Woche war der Aluminiumpreis an der Londoner Metallbörse auf den tiefsten Stand seit Oktober 2009 gefallen. Zwischen Januar und Juni 2012 produzierte Rusal nach eigenen Angaben mehr als zwei Millionen Tonnen Aluminium.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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