Aluminiumhersteller
Rusal verbucht heftigen Gewinneinbruch

Der weltgrößte Aluminiumhersteller Rusal aus Russland sagt, der Branche stehen schlechte Zeiten bevor. Die Neubewertung des Anteils am Konzern Norilsk Nickel ist nur ein Grund für die schlechten Zahlen.
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Hong KongDer weltgrößte Aluminiumhersteller, Rusal aus Russland, hat einen unerwartet heftigen Gewinneinbruch ausgewiesen und sagt einen weiteren Preisdruck in der Branche voraus. Der Nettogewinn des Konzerns fiel 2011 um 92 Prozent auf 237 Millionen Dollar, wie der Konzern am Montag bekanntgab.

Als Grund für die schlechte Entwicklung nannte Rusal eine Neubewertung seines Anteils an dem russischen Minenkonzern Norilsk Nickel und niedrige Aluminium-Preise. Auf kurze Sicht werde der Druck auf die Preise angesichts globaler Unsicherheiten und hoher Lagerbestände anhalten, hieß es. Allerdings werde das Wachstum in Schwellenländern die Nachfrage nach Aluminium 2012 auf robustem Niveau halten.

Vor wenigen Tagen wurde ein Machtkampf rivalisierender Milliardäre im Management des Alu-Riesen beendet. Nach Angaben des Konzerns gibt es einen neuen Verwaltungsratsvorsitzenden. Barry Cheung von der Hongkonger Derivate-Börse Mercantile Exchange übernimmt den schwierigen Posten.

Seine wichtigste Aufgabe bei Rusal dürfte zunächst sein, nach dem turbulenten Abgang des Oligarchen Viktor Wekselberg für Ruhe zu Sorgen. Branchenexperten bezeichneten zwar die Ernennung eines Außenstehenden als positiv, stellten aber gleichzeitig infrage, ob Cheung Konzernchef Oleg Deripaska wirklich Paroli bieten könne, wenn es darauf ankommen sollte.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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