Aluminiumkonzern
Hydro macht Alu-Hütte in Neuss dicht

Die Sache ist praktisch durch: Norsk Hydro schließt die Aluminiumhütte in Neuss mit 650 Beschäftigten. Hintergrund sind dem offenbar die hohen Strompreise in Deutschland und die nachlassende Nachfrage nach Aluminium auf den Weltmärkten.

DÜSSELDORF. Der Aluminiumkonzern Norsk Hydro macht sein Werk in Neuss dicht. Die Produktion werde komplett zurückgefahren, teilte die Gesellschaft in Oslo mit. Auch wenn sich die Norweger ein Anfahren der Hütte offen halten, ist die Zukunft von Deutschlands größter Aluminiumhütte ungewiss.

Dem Werk setzen die hohen Stromkosten in Deutschland und der Verfall der Alu-Preise zu. Das Metall kostet heute mit rund 1300 Dollar weniger als die Hälfte als noch im Juli. Hydro hatte daher bereits mitte Januar die Produktion in Neuss um 13 Prozent auf 200 000 Tonnen reduziert. Die verbliebene Kapazität wird nun ebenfalls vom Netz genommen. Dies werde voraussichtlich zwei Monate in Anspruch nehmen, hieß es.

Neben Aluminiumherstellung - der sogenannten Elektrolyse - ist die Vorproduktion betroffen, die Gießerei soll zunächst weiterarbeiten. Die Konzern-Führung will nun Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern aufnehmen, um möglicherweise für die meisten der 650 Beschäftigen Kurzarbeit zu vereinbaren. Ein Stellenabbau soll nach Angaben eines Sprechers vermieden werden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%