Aluminiumkonzerne
Alcoa verlängert Kaufofferte für Alcan

Der größte amerikanische Aluminiumkonzern Alcoa hat seine Übernahmeofferte für den kanadischen Aluminiumkonzern Alcan bis 10. August verlängert. Unbestätigten Berichten ist das Unternehmen steht das Unternehmen mit seinem Interesse an Alcan nicht alleine da.

HB NEW YORK. Das Angebot von rund 27,9 Mrd. Dollar (20,5 Mrd Euro) hatte Alcan abgelehnt. Es sollte ursprünglich am 10. Juli auslaufen.

Alcoa Inc. gab am Montag in New York nach Börsenschluss wegen Sonderbelastungen zudem einen Gewinnrückgang für das zweite Quartal 2007 bekannt. Der Alcoa-Gewinn fiel zwischen April und Juni auf 715 (Vorjahresvergleichszeit: 744) Mill. Dollar oder 81 (85) Cent je Aktie. Der Quartalsumsatz erhöhte sich auf 8,1 Mrd. Dollar (6,0 Mrd Euro) gegenüber 7,8 Mrd. Dollar im zweiten Quartal 2006. Alcoa führte den Umsatzanstieg auf den höheren Absatz und einen besseren Produktmix zurück. Der amerikanische Aluminiumkonzern setzte in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 16,0 (14,9) Mrd. Dollar um und verdiente 1,38 (1,35) Mrd. Dollar oder 1,56 (1,54) Dollar je Aktie.

An den internationalen Finanzmärkten und in den Medien auf beiden Seiten des Atlantiks hat es unbestätigte Berichte und Spekulationen gegeben, dass der Bergwerksriese Rio Tinto ebenfalls für Alcan bieten könnte und dass Alcoa selbst im Visier des australischen Bergwerkskonzerns BHP Billiton stehen könnte. Der brasilianische Metallriese Companhia Vale do Rio Doce gilt auch als aggressiver Mitspieler im internationalen Übernahmepoker. Auch russische und chinesische Metallkonzerne werden außerdem immer aktiver.

Der Höhenflug der Metallpreise während der vergangenen Jahre und extrem hohe Gewinne der Unternehmen hatten zu einer gewaltigen globalen Übernahme- und Fusionswelle geführt, die sich jetzt nach Ansicht von Wall-Street-Fachleuten möglicherweise auch unter Beteiligung von Investmentfirmen weiter zuspitzen könnte.

Bisher hatte Alcoa nur 418 500 Alcan-Aktien erhalten. Alcoa sei weiterhin der natürliche Partner mit den größten Synergien für Alcan, betonte Alcoa-Konzernchef Alain Belda. Mit der Angebotsverlängerung würden die Alcan-Aktionäre mehr Zeit für die Prüfung des Alcoa-Angebots gewinnen, und Alcoa werde weiter die notwendigen behördlichen Genehmigungen verfolgen. Bisher hat der amerikanische Aluminiumriese noch keine Genehmigungen der Wettbewerbsbehörden in Nordamerika und Europa bekommen. Alcoa würde bei einer Alcan-Übernahme rund 20 Prozent des globalen Aluminiummarktes gewinnen und wäre wieder der mit Abstand weltgrößte Aluminiumhersteller.

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